In einem Leserbrief kritisiert Prof. Günther Wess den Umgang der Postbank mit ihren Kunden.
Im Leitbild der Postbank ist u. a. zu lesen „Wir geben jeden Tag und überall das Beste für unsere Kundinnen und Kunden“. Weiterhin „Wir bieten eine einzigartige Kombination aus Nähe und digitaler Welt für jedermann“. Unter „Werten“ findet man dann Begriffe wie Kundenorientierung, nachhaltige Leistung, Innovation und mehr.
Nur mit der Inbetriebnahme von Geldautomaten im neuen REWE in der Ravolzhäuser Straße Erlensee klappt es nicht. Da kann ich den kürzlich in Erlensee Aktuell erschienenen Erfahrungsbericht eines Kunden, der einmal die Absurdität dieser Vorgänge beschreibt, nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Seit August wird man als Kunde mit unglaubwürdigen Ausreden, Schuldzuweisungen und flotten Aufschriften aus dem Marketing konfrontiert. Dabei hieß es doch, wie von der Eröffnungsparty des neuen REWE Marktes mit der anwesenden Lokalprominenz zu lesen war, „Erlensee geht in ein neues Supermarkt-Zeitalter“. Der Sprecher der Postbank nennt nun Anfang November technische Schwierigkeiten der Datenleitung als Grund, die an anderen Standorten nicht bestünden. In der 46. KW würde ein letzter Versuch unternommen, eine Funklösung zu bewerkstelligen. Ansonsten würden die Automaten abgebaut. Politiker erklären uns allenthalben und unentwegt das digitale Zeitalter. Hier in Erlensee vor Ort an dem genannten Standort gelingt es offenbar nicht einmal, eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten.
Es ist aber mehr als ein Infrastrukturproblem vor Ort. Es zeigt auch, wie ein überregional agierendes Unternehmen, das der krisengeschüttelten Deutschen Bank gehört, mit seinen Kunden umgeht. Die Kunden in Erlensee sind für die Postbank offensichtlich nicht von Interesse.
Prof. Günther Wess, Erlensee
Leserbriefe können an redaktion@erlensee-aktuell.de zur Veröffentlichung gesendet werden. Sie geben allein die Meinung der Verfasser wieder. Anonyme Zusendungen sind von einer Veröffentlichung ausgeschlossen.