Leserbrief: Erfahrungsbericht eines Erlenseer Seniors mit der Postbank in Erlensee

Dr. Axel Friedrich berichtet in seinem „Erfahrungsbericht eines Erlenseer Seniors“ seine Erlebnisse mit der Postbank in Erlensee.

Haben Sie mal in letzter Zeit versucht, bei der Postbank in Erlensee Geschäfte zu tätigen (z.B. Geld abzuheben oder eine Überweisung online durchzuführen) ?

Nein? Da haben Sie großes Glück gehabt!

Ja!!! Dann wissen Sie, wovon ich im folgenden rede:

Ganz früher, da gab es in der „Stadt Erlensee“ eine Postfiliale mit Bank in der Rückinger Straße mit richtigen Menschen, die einem persönlich halfen. Dann war eines Tages die Eingangstür zugemauert und die Post beschloss wegen ständiger Querelen mit dem Vermieter in ein anderes Gebäude in der Langendiebacher Straße umzuziehen. Weil aber inzwischen die Deutsche Bundespost privatisiert und in verschiedene eigenständige Unternehmen aufgeteilt worden war, gab es keine Postfiliale mehr, sondern nur noch eine Postagentur in einem Getränkemarkt mit Postbankautomaten. An denen durfte der Kunde seine Überweisungen selbst vornehmen. Und wenn die Automaten (meist) funktionierten, konnte er/sie auch Bargeld abheben.

Nach einiger Zeit zog diese Postagentur in den neu erbauten und Ende August 2018 eröffneten supermodernen REWE-Markt in die Ravolzhäuser Straße um. Die Postbankautomaten zogen mit, funktionieren aber seitdem nicht mehr!!!

Zunächst behalf man(?) sich mit einem Zettel an den Automaten, der anzeigte, daß „demnächst an diesen Geräten wieder alle Geschäfte durchgeführt werden könnten“. Aber alles Hoffen der frustrierten Postbankkunden auf demnächst blieb zunächst vergeblich.

Nach einigen Tagen wurden die Bankautomaten mit Stellwänden verblendet, die wieder den Hinweis auf die demnächst möglichen Postbankgeschäfte trugen – daneben eine Notiz des Supermarktes, daß man ja auch Bargeld bis zu 200.- € an den Supermarktkassen erhalten könnte, wenn man Einkäufe im Wert über 10.- € tätigen würde.

Mehrere Beschwerden bei den Postagenturmitarbeiterinnen ergaben deren Nichtzuständigkeit. „Da müsse man sich an die Postbank wenden“.

Glücklicherweise gibt es noch Postbankfilialen in Hanau und Bruchköbel mit richtigen Menschen, die….(s.oben). Und schon nach wenigen Versuchen (lange Menschenschlangen in Hanau, defekte Automaten und starker Andrang zu Kundengesprächen in Bruchköbel) gelang es, sein Anliegen einer freundlichen Mitarbeiterin der Postbank zu unterbreiten. Aber auch diese war verständlicherweise nicht zuständig. Vielmehr (Zitat) „In einer Postagentur ist der Agenturleiter (sprich: der Agent/ Inhaber / „Lizenznehmer“) dafür verantwortlich, daß die Automaten funktionieren!“.

Also wieder zurück zum Marktleiter in Erlensee und gefragt, wann die mittlerweile nahezu dreimonatige, postbankautomatenlose Zeit beendet sein würde. Antwort: „Kann ich nicht sagen, aber die Postbank weiß Bescheid. Ich gebe Ihnen mal deren Telefonnummer“.

Der gestrige Anruf landete bei einem Automaten, der darauf hinwies, daß „unser Servicepersonal derzeit wegen eines gesetzlichen Feiertages nicht verfügbar ist“. Ein erneuter Anruf führte dann automatisch in die Warteschlange eines Servicemitarbeiters mit angekündigten 10 Minuten Wartezeit. Nach 15 Minuten aufgelegt!

Konsequenterweise sollte man das Postbank-Girokonto kündigen und einem lokalen Institut (Sparkasse oder Raiffeisenbank) übertragen. Da gibt es noch richtige Menschen, die wie früher..…(s.oben).

Dr. Axel Friedrich, Erlensee

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