Sabine Kröll antwortet auf den Leserbrief „Marketing für den Erlenseer Hobbykünstlermarkt“ von Stefanie Hunn
Mit großer Verwunderung habe ich die öffentliche Kritik einer Mitbürgerin an dem KI-generierten Plakat für den Hobby- und Künstlermarkt gelesen.
In der heutigen Zeit, in der wir weiß Gott wichtigere, tiefgreifendere Probleme und alltäglichen Stress zu bewältigen haben, empfinde ich diese Aufregung als völlig deplatziert. Die eigentliche und überaus wichtige Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich Familie und Soziales ist es, für die Menschen, Familien und sozialen Belange in unserer Stadt da zu sein. Sie versinken ohnehin in Arbeit. Es kann und darf nicht ihre Aufgabe sein, stundenlang Plakate per Hand oder mit komplizierten Grafikprogrammen zu entwerfen.
Dass die Verwaltung hier moderne Technologie wie KI nutzt, ist kein Skandal, sondern pragmatisch und absolut richtig. Es spart wertvolle Zeit. Genau durch solche digitalen Hilfsmittel werden die Mitarbeiter bei bürokratischen und gestalterischen Nebensächlichkeiten entlastet. Und diese gesparte Zeit kommt am Ende eins zu eins den Bürgern zugute, die die Hilfe des Sozialamtes wirklich dringend benötigen.
Wir sollten froh sein, wenn die Stadtverwaltung effizient arbeitet, anstatt sich über die Entstehung eines Veranstaltungsplakats zu echauffieren. Die Prioritäten der Mitarbeiter liegen genau da, wo sie hingehören: Bei den Menschen und nicht beim Designen von Flyern.
Sabine Kröll
Erlensee
Leserbriefe können an redaktion@erlensee-aktuell.de zur Veröffentlichung gesendet werden. Sie geben allein die Meinung der Verfasser wieder, die jeweils namentlich genannt werden müssen. Auf ausdrücklichen Wunsch der Verfasser können die Leserbriefe auch auf der Facebook-Seite von Erlensee Aktuell unter Beibehaltung der Kommentarfunktion veröffenlicht werden. Die Redaktion behält sich ausdrücklich Kürzungen oder die Nichtveröffentlichung vor. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.
