Leserbrief zum Marketing für den Erlenseer Hobbykünstlermarkt

Stefanie Hunn zeigt sich als Hobbykünstlerin und regelmäßige Besucherin des Erlenseer Hobbykünstlermarktes in ihrem Leserbrief sehr enttäuscht, dass die Veranstaltung, die liebevolle Handarbeit und Handwerkskunst fördert, mit einem KI-generierten Plakat beworben wird.


Die Nutzung von KI widerspricht den Grundwerten, für die dieser Markt eigentlich stehen soll, echte Kunst von echten Menschen zu unterstützen. Die Erstellung von KI-Bildern basiert auf dem Diebstahl, der ungefragten Nutzung und Verarbeitung der Arbeiten realer Künstler, Handwerker und Grafiker. Dass hier aus Gründen der Zeit- oder Kostenersparnis auf eine künstliche Intelligenz zurückgegriffen wurde, anstatt die Arbeit eines Menschen zu entlohnen, finde ich nicht in Ordnung.

Erschwerend hinzu kommt, dass das generierte Ergebnis aussieht wie jedes andere x-beliebige KI-Plakat da draussen. Das Plakat hat keinerlei Wiedererkennungswert und geht in der Masse all der anderen mit KI generierten Veranstaltungs-Werbung komplett unter.

Ich bitte die Stadt Erlensee daher inständig, in Zukunft wieder reale Künstler oder Grafiker zu unterstützen, um der Wertschätzung für das Handwerk gerecht zu werden. Darüber hinaus hoffe ich sehr, dass bei den Ausstellern strikt darauf geachtet wird, dass keine Stände von KI-„Künstlern“ zugelassen werden. Auch hierbei handelt es sich um den Verkauf von Werken, die auf Diebstahl basieren, was die Arbeit der richtigen Künstler entwertet. Im Namen aller Hobby- und Profikünstler bitte ich die Stadt Erlensee um mehr Sensibilität für diese Problematik, durch die es ohnehin für Künstler schon fast unmöglich gemacht wird, ihre Existenz zu erhalten und ihr Eigentum zu schützen.

Die zuständige Person wurde zwar per Email kontaktiert, die darauffolgende Rückmeldung war jedoch völlig zusammenhangslos und erweckte den Eindruck, dass das Schreiben garnicht erst gelesen wurde.

Stefanie Hunn
Erlensee

 

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