(pm/ea) – Die AfD-Fraktion hat auf den Leserbrief von Lilian Siderius mit einer Pressemitteilung reagiert.
Darin heißt es:
Wir danken Frau Siderius für ihren Leserbrief. Eine lebendige Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass Debatten offen, transparent und respektvoll geführt werden. Gerne nutzen wir die Gelegenheit, einige der geäußerten Bedenken auszuräumen und Missverständnisse klarzustellen.
Zunächst möchten wir betonen: Die Arbeit des Ausländerbeirats in Erlensee verdient unsere uneingeschränkte Anerkennung. Die Mitglieder dieses Gremiums repräsentieren genau das, was für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft unverzichtbar ist: Engagement, Eigeninitiative und den Willen, Verantwortung für unsere Stadt und unser Land zu übernehmen. Genau solche Bürgerinnen und Bürger – die sich einbringen, unsere Rechtsordnung achten und Teil unseres Gemeinwesens sein wollen – heißen wir ausdrücklich willkommen und schätzen ihren Beitrag sehr.
Das wiederholt gezeichnete Narrativ, unsere Positionen richteten sich pauschal „gegen Ausländer“, geht am eigentlichen Kern unserer Politik vorbei. Wir setzen uns für Recht und Ordnung, für die Steuerung von Zuwanderung nach klaren Regeln und für den Schutz unserer sozialen Systeme ein. Dies ist keineswegs ausländerfeindlich, sondern eine Haltung, die gerade von vielen gut integrierten Mitbürgern mit und ohne deutschen Pass geteilt wird. Immer mehr Menschen mit internationaler Biografie unterstützen diesen Kurs, weil sie Deutschland als ihre Heimat lieben, hier fleißig arbeiten und sich ein sicheres sowie stabiles Umfeld für ihre Familien wünschen.
Die Übernahme der Schriftführerfunktion durch unsere Stadträtin ist Ausdruck dieses konstruktiven Miteinanders und der Bereitschaft, über Parteigrenzen hinweg pragmatisch Verantwortung zu übernehmen. Es handelt sich hierbei um eine organisatorische, protokollarische Aufgabe im Dienste des gesamten Gremiums, die auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert. Dass ein solches kommunales Engagement durch eine übliche Aufwandsentschädigung nach den geltenden Satzungen der Stadt entschädigt wird, ist gelebte Praxis der kommunalen Selbstverwaltung für alle Amtsinhaber – unabhängig von Partei oder Funktion.
Demokratie lebt nicht von Vorverurteilungen oder Ausgrenzung, sondern vom konkreten Handeln und vom Miteinander vor Ort. Wir stehen jederzeit für den sachlichen Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern Erlensees zur Verfügung und freuen uns auf eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit im Interesse unserer gesamten Stadtgemeinschaft.
