Gegendarstellung des Magistrats der Stadt Erlensee und des Architekten Jörg Himmler

(pm/ea) – „Mit Verwunderung haben wir den Presseartikel ´Neue Kita ohne Schatten und ohne Blühstreifen – eine vertane Chance´ von Bündnis 90/Die Grünen Erlensee vom 11. Juli 2026 gelesen und zur Kenntnis genommen.“, so der Magistrat der Stadt Erlensee und Architekt Jörg Himmler uni sono in einer als Gegendarstellung verfasten Pressemitteilung.

Darin heißt es:

Zur Klarstellung: Die Baumaßnahme Kindergarten und JUZ in der Fröbelstraße und insbesondere die Neugestaltung der Straße sowie der Eingangs- und Andienungsseite (Nordseite) ist noch nicht abgeschlossen. Dies ist auch deutlich sichtbar.

Grund dafür ist, dass die Straße vor den Bepflanzungsarbeiten abschließend beschichtet werden musste. Bei der Beschichtung handelt es sich um eine Spezialbeschichtung mit heller Tönung, welche die Oberflächentemperatur um bis zu 10 Grad senken wird. Dies ist bereits jetzt deutlich spürbar.

Des Weiteren wurden Bauminseln im Bereich der Straße angelegt. Hier musste aus technischen Gründen etwas reduziert werden, da diverse Leitungsführungen in der Straße berücksichtigt werden mussten. Es können eben keine Bäume auf Grundleitungen wie Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalrohren etc. gepflanzt, weil dadurch später entstehende Schäden enorm wären.

Dies gilt für größere Bäume auch „im Vorgarten“ des Kindergartens und des JUZ, da die dortigen Ver- und Entsorgungsleitungen in einer Tiefe von etwa 1,00 m verlaufen, was auch an den zahlreichen Schachtdeckel erkennbar ist.

Wer genauer hinsieht, kann außerdem sehen, dass einige Grünstreifen und Grünflächen entlang des Gebäudes verlaufen. Diese reichen von der Kreuzung August-Bebel-Straße, also der Andienung der Küche, um die Frühstücksterrasse herum bis hin zum Haupteingang. Sie werden nur vom 2 m breiten Nebeneingang unterbrochen. Dies ergibt eine Gesamtgrünfläche von ca. 110 m². Zu sehen war das bereits auf dem Bauschild.

Ansonsten kann der gesamten Vorgartenbereich auch nicht komplett begrünt werden, weil das Gebäude selbstverständlich angefahren werden muss. Dies betrifft unter anderem den separaten Küchenzugang, den Nebeneingang, den Haupteingang, den Zugang zu den Technikräumen sowie den behindertengerechten PKW-Stellplatz mit einer Breite von fast 5 m und die weiteren sieben PKW-Stellplätze für Mitarbeitende und Eltern. Ohne diese wäre das Gebäude weder nutzbar noch baugenehmigungsfähig.

Bauschild

Zum Thema Bepflanzung und Begrünungsarbeiten allgemein: Diese werden, sobald es die Wetterlage zulässt, durchgeführt, da sie bei Trockenheit und Temperaturen von bis zu 40 Grad nicht möglich sind. Dies sollte allen bewusst sein. Wir reden hier über die Nordseite des Gebäudes, die selbst auf dem Bild im Presseartikel verschattet ist.

Leider wurde bei der Betrachtung die parkähnliche Gestaltung der Ost-, Süd- und Westseite der Außenanlage der Kita mit großem Baumbestand und zahlreichen Sonnensegeln und -schirmen nicht berücksichtigt. Die Fläche beträgt hier ca. 1.300 m².

Zum Thema Überhitzung allgemein: Das Gebäude wird nur über eine Wärmepumpe mit PV-Anlage beheizt, das heißt, weder Gas noch Öl werden benötigt. Diese Anlage unterstützt auch das Kühlen des Gebäudes, indem wir eine Umluftkühlung mit Unterstützung einer Klimaanlage eingebaut haben. Diese wird natürlich durch den Strom der PV-Anlage unterstützt. Darüber hinaus kann man über die Fußbodenheizung auch den Boden etwas kühlen, was ebenfalls durch den Strom der PV-Anlage unterstützt wird.

Außerdem wurde die Südseite des Gebäudes mit einer Sonnenschutzverglasung ausgestattet und das Außenmauerwerk aus 42,5 cm dicken monolithischen Mauersteinen hergestellt. Der Fluchtbalkon dient zudem als Sonnenschutz für das Erdgeschoss.

„Die einzige vertane Chance scheint die Kommunikation von Bündnis 90/Die Grünen Erlensee mit dem Magistrat oder mindestens ein etwas größeres Bemühen bei der Recherche zu sein. Es stimmt mich nachdenklich, dass ein weiterer Meilenstein in der Kinderbetreuung, sowie Kinder- und Jugendarbeit in Erlensee gerade von dieser Partei auf diese Art und Weise ´gefeiert´ werden soll.“, so Bürgermeister Stefan Erb abschließend in der Mitteilung.

Fotos: PM

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