(ms/ea) – Nach dem erneuten Feuer am heutigen Sonntagnachmittag in dem leerstehenden Gebäude, in der sich unter anderem früher die Postfiliale befand, hat sich der nach seinen Angaben Eigentümer der Immobilie, Ulrich Bittner, am Abend bei Erlensee Aktuell gemeldet und die Lage aus seiner Sicht geschildert sowie Pläne für die nahe Zukunft vorgestellt.
Zunächst betonte er, dass er als Geschädigter von den Behörden nicht informiert worden sei. Er sei anderweitig in Kenntnis gesetzt worden und wolle, nachdem er den Bericht in Erlensee Aktuell gelesen hatte, nicht nur zur aktuellen Situation sondern auch zur nahen Zukunft Informationen weitergeben.
In dem Bericht wurde von der Rettung zweier Personen berichtet, die offensichtlich unverletzt gewesen seien. Da sich in dem Gebäude seit längerer Zeit immer wieder einmal Personen aufhalten und laut Bittner beim vorletzten Brand auch zwei von der Polizei festgenommen worden seien, liege hier krimineller Hausfriedensbruch vor. Auch spricht er von mehrfacher, gezielter Brandstiftung. Sein Rechtsanwalt sei dabei, nach Akteneinsicht entsprechend gegen die Täter juristisch vorzugehen.
Auf die Frage nach der in einem Leserbrief geschilderten Lagerung von Desinfektionsmitteln in dem Gebäude, betont Bittner, dass sich offensichtlich der Leserbriefschreiber ebenfalls des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht habe. Er versprach jedoch, das noch vorhandene Desinfektionsmittel innerhalb der nächsten 3 Wochen fachgerecht zu entsorgen.
Auf eine weitere Frage nach einer Sicherung des Gebäudes, welche im Moment nur sehr mangelhaft vorhanden ist, informierte er, dass er eine Sicherung des gesamten Gebäudes veranlassen werde, da die bisherigen immer wieder zerstört worden seien. Es werde rund um das Gebäude ein Bauzaun errichtet, der allerdings zur Folge haben werde, dass die derzeit von allen nutzbaren Parkplätze vor dem Gebäude wegfallen. Hier habe es eine Abmachung mit der Stadt gegeben, wonach die Parkplätze von den Bürgern genutzt werden dürfen. Im Gegenzug sei die Stadt für die Reinigung aufgekommen. Die Plätze müssten dann allerdings wegen der Sicherungsmaßnahmen durch den Bauzaun entfallen.
Auch wies er darauf hin, dass dort illegal Personen wohnen würden.
Auf die abschließende Frage, wie es denn mit dem derzeitig sich als Schandfleck zeigende Gebäudekomplex weiter gehe, antwortete er mit einem Blick in die nächste Zukunft: Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten werde der Schandfleck bald keiner mehr sein und mit dem fertig sanierten Rathaus die Stadtmitte aufwerten.
Archivfoto aus dem Jahr 2018: Wolfgang Racek
