Thomas Knapp berichtet in seinem Leserbrief, dass sich in dem betroffenen Gebäude 33 Paletten mit Desinfektionsmitteln befanden und er vor über drei Monaten die Behörden darüber informiert hätte, daher „musste man kein Prophet sein, um das am Samstag ausgebrochene Feuer vorherzusagen“.
Man muss kein Prophet sein, um das Feuer von Samstag in dem leerstehenden Gebäude zu prophezeien.
Seit über drei Monaten ist die Stadt Erlensee bzw. das Ordnungsamt und auch die Polizeistation Hanau II darüber detailliert (mit Fotos) informiert, dass in dem leerstehenden Gebäude 33 Paletten mit abgelaufenem, hochentzündlichem Desinfektionsmittel unsachgemäß lagern. Wir sprechen hier also von einigen hundert Litern entzündlichen Flüssigkeiten.
„Im Moment sieht es so aus, dass lediglich das Regierungspräsidium Darmstadt als zuständige Behörde für die Lagerung von Gefahrgut maßgeblich weiterhelfen kann. Entsprechend haben wir das Bildmaterial dorthin weitergeleitet. Die örtliche Feuerwehr wurde über die gelagerten Materialien ebenfalls informiert, so dass im Schadensfall direkt reagiert werden kann.“ Das ist ein Teil der Original Antwort vom Ordnungsamt.
Aber musste es soweit kommen?
Dass der Eigentümer seinen Pflichten nicht nachkommt, ist ja schon am Zustand der Gebäude ersichtlich. Zudem hat es im Nachbargebäude letztes Jahr schon 2 mal gebrannt.
Sicherlich fährt auch die Stadtpolizei mehrmals die Woche an dem Gebäude vorbei und es ist klar ersichtlich, dass sich dort zeitweise verschiedene Personen rumtreiben und der Hof und die Laderampe sich fast täglich verändern.
Warum also hat die Stadt Erlensee keine geeigneten Maßnahmen ergriffen?
Sicherlich kommt jetzt wieder das übliche „BlaBla“ „Eigentümer“. Mag ja sein, aber da gibt es sicher auch andere Wege um, so etwas zu sichern. Zumal ja bekannt ist, dass der Eigentümer bekanntermaßen nichts unternimmt.
Nun hat die Stadt Erlensee einen weiteren bzw. noch größeren Schandfleck!
Vielleicht spendiert die Stadt dem Grundstück einen dekorierten Bauzaun? Wäre auch für die Baustelle des Rathauses angebracht. Beispiele dafür gibt es einige in Frankfurt.
Man muss kein Prophet sein, was passiert, wenn nichts unternommen wird…denn es stehen akutell noch immer unverbrannte Paletten im Gebäude.
Und auch die Feuerwehr darf sich noch etwas Kritik abholen. Nach zuverlässigen Aussagen wurden die Bewohner des direkt angrenzenden Gebäudes nicht informiert oder gewarnt.
Warum? Weil sie es gewohnt sind, dass es in der Nachbarschaft mal wieder brennt? Sie selbst die Feuerwehr gerufen haben? Es fand keine Kommunikation statt, weder über die Gefahrenlage, noch die Gefährlichkeit des Rauches oder andere Maßnahmen.
Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass das Wetter morgen schön wird…
Thomas Knapp
Erlensee
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