(ms/ea) – Vor einigen Jahrzehnten gehörten Fallschirmabsprünge schon fast zum sonntäglichen Alltag in Erlensee. Vom Fliegerhorst aus starteten die Bells oder Chinooks mit den übenden Springern, die alle möglichen Formationen an den Himmel zauberten. Über der Wetterau wird auch gesprungen, zwar im Modellformat aber genauso professionell, wie ein Besuch bei der Modellfluggruppe Kaichen e.V. zeigte.
Die Modellfluggruppe Kaichen e.V. wurde 1979 gegründet und zählt aktuell rund 100 Mitglieder. Der Flugplatz befindet sich zwischen Niddatal-Kaichen, Nidderau-Heldenbergen und Karben. Er ist etwa 180 x 110 Meter groß. Flugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 25 kg können hier starten. Unabhängig von der aktuellen Windrichtung können so alle Sparten des Modellfluges betrieben werden.
Am Sonntag war auch ein Eurofighter am Start, der neben den geflogenen Manövern auch mit dem Sound seiner Triebwerke beeindruckte.

Daneben zeigten Modell-Fallschirmspringer ihr Können, dessen Schirme per Fernsteuerung quasi wie ein Original gesteuert werden können, nachdem sie von einem Flugzeug in der gewünschten Höhe ausgeklinkt wurden.

Viele weitere Modelle starteten und zeigten ihre Flugmanöver. Dabei wurde so manche Erinnerung an frühere Flugtage wach.

Wer sich für den Modellflug interessiert, kann am Wochenende gerne zum Flugplatz kommen und einfach mal „reinschnuppern“. Der Verein bietet auch nach Absprache so genanntes Lehrer-Schüler-Fliegen mit vereinseigenen Modellen an. Der Schüler steuert das Modell mit einem Zweitsender, stets vom Lehrer überwacht, nach und nach immer selbständiger, bis der erste Alleinflug (auch mit dem eigenen Modell) in Angriff genommen werden kann.
Am Samstag, 27. August, findet solch ein „Schnupperfliegen“ statt. Alle weiteren Infos unter www.mfgkaichen.de
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
