Grüne Kreistags-Fraktion geht in Opposition

(pm/ea) – „Mit einem starken Wahlergebnis im Rücken haben wir in den vergangenen Wochen Sondierungsgespräche geführt“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Reiner Bousonville in einer Pressemitteilung: „Leider haben die Sondierungsgespräche nicht zu einer Koalition geführt“.

„Dies waren sehr konstruktive und sachliche Gespräche, in denen wir die verschiedenen Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Main-Kinzig-Kreises besprochen haben. Wir sehen als Grüne unsere Kernkompetenz in den Bereichen Klima- und Naturschutz. Hier haben wir auch ein klares Votum der Wählerinnen und Wähler bekommen, uns in diesen Bereichen für einen zukunftsfähigen Main-Kinzig-Kreis einzusetzen, Dinge anzustoßen und zu verändern, die bereits seit Jahren hätten getan werden müssen. Im Rahmen der Sondierungsgespräche hat sich jedoch ergeben, dass in einer möglichen Koalition keine hauptamtliche Verantwortung für die Grünen in diesen Bereichen zu erwarten gewesen wäre: In einer Koalition geht es nicht nur darum, Kompromisse zu schließen, sondern auch darum, die Stärken der einzelnen Koalitionsparteien für das bestmögliche Ergebnis im Kreis zu nutzen. Erst dann kann eine Koalition ihren Regierungsauftrag bestmöglich für die Menschen im Kreis erfüllen. Diese Möglichkeit wäre uns verwehrt geblieben. Dass wir als Grüne in den Bereichen Klima- und Naturschutz auch verantwortlich mitarbeiten wollten, stieß auf kein Verständnis“, resümiert Bousonville.

Als größte Oppositionspartei möchten die Grünen nun wichtige Akzente setzen: „Wir werden die Zukunftsthemen auf die Tagesordnung des Kreistages bringen und uns weiterhin kritisch den Bereichen annehmen, in denen wir Veränderungen brauchen, sei es beim Klima-, Umwelt- und Naturschutz, beim Ausbau der Radwege oder des Glasfasernetzes, bei einer notwendigen Verkehrswende oder bei der Überarbeitung des Schulentwicklungsplanes“, so der Fraktionsvorsitzende.

Abschließend dankt Bousonville für die geführten Gespräche: „Wir werden auch weiterhin mit den demokratischen Parteien im Kreistag in enger Zusammenarbeit bleiben. Was sich gezeigt hat, ist, dass die Zielrichtung die gleiche ist und dies gibt uns auch in der Opposition Rückenwind, dass unsere Themen zur Umsetzung kommen.“

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