(pm/ea) – Im Sommer heizt sich der Schulhof auf, bei Starkregen steht das Wasser auf den versiegelten Flächen: An der Georg-Büchner-Schule in Erlensee sind die Folgen des Klimawandels längst im Schulalltag angekommen. Das soll sich ändern.
Mit einem umfassenden Konzept will die Schule ihren rund 8.800 Quadratmeter großen Pausenhof klimaresilient umgestalten. Unterstützung erhält sie dabei vom CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig, der sich in Berlin für eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ einsetzen will. Gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Max Schad tauschte er sich dazu mit Schulleiterin Nina Hamacher aus.
Wie dringend die Umgestaltung ist, zeigen die Daten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Demnach liegt die Schule in einem Gebiet mit der höchsten ausgewiesenen Starkregengefährdung. Auch die Hitzebelastung ist mit Stufe sechs von sieben besonders hoch. Der nahezu vollständig asphaltierte und gepflasterte Schulhof bietet kaum Schatten. Lediglich eine kleine Rasenfläche mit zwei Bäumen sorgt bislang für etwas Grün. An heißen Tagen heizen sich deshalb nicht nur die Außenflächen, sondern auch die nach Süden ausgerichteten Klassenräume stark auf.
Das geplante Konzept setzt genau hier an: Rund 5.600 Quadratmeter versiegelte Fläche sollen aufgebrochen und insgesamt etwa 8.000 Quadratmeter mit wasserdurchlässigen Belägen ausgestattet werden. Großkronige, hitzeresistente Bäume sollen künftig Schatten spenden und das Schulgelände abkühlen. Ein grünes Klassenzimmer soll zudem neue Möglichkeiten schaffen, den Unterricht ins Freie zu verlegen. Gleichzeitig soll Regenwasser besser versickern können, statt sich bei starken Niederschlägen auf dem Schulhof zu stauen.
„Hier geht es nicht einfach darum, einen Schulhof schöner zu gestalten. Es geht um ganz konkrete Verbesserungen für die Schülerinnen und Schüler: weniger Hitze in den Klassenräumen, mehr Schatten in den Pausen und einen besseren Schutz bei Starkregen“, erklärt Reddig. Auch Max Schad sieht in dem Vorhaben eine wichtige Investition in die schulische Infrastruktur. „Ein Schulhof muss heute mehr können, als nur Platz für die Pause zu bieten. Gerade an einem Standort, der so stark von Hitze und Starkregen betroffen ist, brauchen wir Lösungen, die langfristig funktionieren. Die Georg-Büchner-Schule hat dafür ein überzeugendes Konzept entwickelt“, betont der Landtagsabgeordnete.
Reddig und Schad dankten Nina Hamacher für ihr großes Engagement ebenso wie ihren beiden Vorgängerinnen Bärbel Nocke-Olliger und Stefanie Smith, die das Projekt ebenfalls vorangetrieben haben. Sollte das geplante Vorhaben, das auch von Seiten des Kreistags des Main-Kinzig-Kreises unterstützt wird, den Zuschlag erhalten, stelle dies auch eine große Aufwertung für die Umgebung dar. Die Entscheidung, welche Projekte in das Bundesprogramm aufgenommen werden, fällt in den kommenden Wochen.
Auf dem Foto (v.l.): Pascal Reddig, Nina Hamacher und Max Schad
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