(pm/ea) – Was für eine gewissenlose Aktion: sieben junge, teils noch flugunfähige Rassetauben wurden am heutigen Samstag einfach auf der Straße zum Bärensee ausgesetzt und sich selbst überlassen, wie der Erlenseer Vogelschutzverein informiert.
Die Hilflosigkeit der Tiere war zerreißend – verängstigt hatten sie sich auf der Straße zu einem einzigen weißen Haufen zusammengekauert. Dass sie nicht überfahren wurden, ist reine Glückssache. Es ist absolut unbegreiflich, wie man Tiere in einem solchen Zustand einfach ihrem Schicksal überlassen kann. Beim Einfangen zeigten sie keinerlei Fluchtreflexe mehr: Vier der Jungtauben konnten gar nicht fliegen, die anderen drei schafften gerade einmal verzweifelte zwei Meter Flatterflug.

Ein riesiges Dankeschön geht an die aufmerksamen Entdecker und die blitzschnelle Reaktion des Vogelschutzvereins: Nur zehn Minuten nach der Entdeckung um 12:20 Uhr konnten die ehrenamtlichen Helfer die sieben Pechvögel um 12:30 Uhr sicherstellen. Unbegreiflich, wie man so junge, hilflose Tiere nur bei Wind und Wetter im Wald aussetzen kann. Die Tiere kommen erst einmal bei den Vogelschützern unter.
Fotos: Privat
