Erntedank am 4. Oktober: „Unser tägliches Brot gib uns heute“

(pm/ea) – Immer am ersten Sonntag im Oktober feiern gläubige Menschen das Erntedankfest. Die christlichen Kirchen erinnern an diesem Tag auch daran, dass Gott der Schöpfer der Welt ist. Sie verweisen auf das „Vater unser“, in dem es heißt: „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

Und immer dann, wenn die Kirchen und Gemeinden ihre Erntedankfeste feiern, sind die Altäre festlich geschmückt. Denn Getreide, Brot, Obst, Gemüse oder auch Blumen erinnern daran, wofür gedankt wird: für die Ernte, die Früchte der Erde und die Arbeit, die hinter den Lebensmitteln steckt.

Die liebevoll gestalteten Erntedankaltäre sind dabei jedes Jahr ein besonderer Blickfang. Jede Gemeinde setzt eigene Akzente und gestaltet den Dank für die Ernte auf ihre ganz persönliche Weise. Mittlerweile stellen viele Gemeinden auch den Umweltschutz oder die Entwicklungshilfe in den Mittelpunkt des Festes. In vielen katholischen Kirchen werden kleine Brote verkauft, der gesammelte Erlös wird dann häufig für Entwicklungsprojekte gespendet.

Erste Hinweise für Erntedank-Brauchtum gibt es in der römischen Kirche bereits aus dem dritten Jahrhundert. In Preußen wurde 1773 ein regelmäßiger Erntedanktag eingeführt. In der katholischen Kirche gibt es weltweit keinen einheitlichen Termin. Für Deutschland legte die Deutsche Bischofskonferenz 1972 den ersten Oktobersonntag als Termin fest.

Foto: Bistum Fulda / St. Elisabeth, Kesselstadt

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