„Wenn die Halle dicht bleibt“: Rad-ab-Spektakel unter freiem Himmel

(pm/ea) – Wer braucht schon ein Dach über dem Kopf? Als die Einrad-Sparte der TSG Erlensee, die Einrad Freestylekids, mal wieder einen Hallenausfall hatten, fackelten die Übungsleiter nicht lange: Das Training wurde einfach nach draußen verlegt.

Zum Glück spielte das Wetter mit. Was folgte, war ein actiongeladener Outdoor-Parcours, der den Platz zum Glühen und die Lachmuskeln an ihre Grenzen brachte.

Aus der Not eine Tugend machen – das klingt einfach, erfordert auf nur einem Rad aber jede Menge Balance und Kreativität. Da die gewohnte Sporthalle gesperrt war, mutierte die Außen-Schulsportanlage kurzerhand zur ultimativen Einrad-Arena. Die Übungsleiter hatten sich einiges einfallen lassen, um die Schwerkraft herauszufordern.

Gleich an der ersten Station wurde es international. Beim „Olympischen Zielwerfen“ mussten die Kids während der Fahrt Bälle durch die berühmten Ringe pfeffern. Das sah bei einigen schon fast nach reif für die Sommerspiele aus.

Gleich nebenan wurde die Disziplin „Ring über Kegel werfen“ von einigen Nachwuchstalenten spontan völlig neu interpretiert. Warum die Ringe mühsam auf Kegel werfen, wenn man sie auch einfach auf dem eigenen Kopf balancieren kann? Ein völlig neuer Haute-Couture-Trend auf einem Rad war geboren – Stilnote: 10 von 10!

Richtig rasant wurde es im Zick-Zack-Slalom, wo die Reifen in den Kurven quietschten, dicht gefolgt von der wohl härtesten Fahrschulprüfung des Jahres: der Einrad-Ampel. Bei Grün hieß es „Ordentlich Gas geben!“, bei Gelb wurde der Gang rausgenommen und bei Rot trennte sich die Spreu vom Weizen. Wer die hohe Kunst des Pendelns beherrschte, blieb elegant auf dem Sattel, der Rest musste den unfreiwilligen Abstieg in den Asphalt-Dschungel antreten.

Das absolute Highlight des Tages war jedoch das Spiel „Follow the Leader“. Hier durften die Kids den Spieß endlich umdrehen und selbst den Ton angeben. Ein Kind fuhr voraus und bestimmte die wildesten Bewegungen, während der Rest der Kolonne im ständigen Wechsel hinterherhechelte und versuchte, die Balance nicht zu verlieren.

Fazit des Tages: Die Halle wurde an dem Tag nicht vermisst. Der Platz hat gehalten, die Frisuren (dank der balancierten Ringe) saßen perfekt und das nächste Outdoor-Training kommt bestimmt.

Wer sich gerne mal auf dem Einrad sehen möchte, darf sehr gerne donnerstags im Training, in der Erlenhalle, vorbeikommen. „Wir freuen uns immer über neue Gesichter“, so die TSGE

Fotos: PM

www.tsge.de

 

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