Mehr Grün für ein lebenswertes Erlensee

(pm/ea) – Zum Thema „Mehr als nur Grün – Natur in der Stadt für mehr Lebensqualität und Biodiversität“ war die promovierte Geoökologin und Botanikerin Dr. Julia Krohmer, von der Senckenberg Gesellschaft, zu Gast in Erlensee, wie in einer Pressemitteilung berichtet wird.


Bereits im vergangenen Jahr hatte Frau Dr. Krohmer mit ihrem Vortrag über die Bedeutung von Pflanzen in Rinnsteinen und Pflasterritzen begeistert. In diesem Jahr ging es um die Frage: Wie können Städte auch in Zeiten zunehmender Hitze lebenswert bleiben?

Versiegelte Flächen heizen sich besonders stark auf. Bäume, Sträucher und andere Pflanzen dagegen sorgen für Kühlung, speichern CO₂, halten Regenwasser zurück und bieten Lebensräume für Insekten und andere Tiere. Dr. Krohmer machte deutlich: „Jeder Quadratmeter Grün zählt.“

Dabei können auch kleine Flächen einen wichtigen Beitrag leisten – etwa bepflanzte Baumscheiben, begrünte Straßenränder oder kleine Grünbereiche an Wegen. Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte „Abpflastern“: Dabei werden einzelne Bereiche im Privaten, oder von Gehwegen entsiegelt und begrünt. Informationen zu dem bundesweiten Wettbewerb gibt es unter abpflastern.de.

Besonders wichtig sei der Erhalt des vorhandenen Baumbestands. Gerade ältere Bäume sind wertvoll für das Stadtklima: sie verdunsten Wasser, filtern den Staub aus der Luft, spenden Schatten. Sie dienen somit als „natürliche Klimaanlage“ und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei. „Wir wissen nicht, ob die Bäume, die wir heute pflanzen, jemals so groß und alt werden“, betonte Dr. Krohmer.

In der anschließenden Diskussion bestand Einigkeit darüber, dass mehr Grün in Erlensee notwendig ist und bestehende Grünflächen erhalten werden müssen.
Als besonderes erhaltenswert wurden die Bäume rund um die ehemalige Kita am Rathaus bezeichnet, der alten Baumbestand ist attraktiv und trägt erheblich zu einem angenehmen Stadtklima bei.

Auch das Gelände an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Ravolzhäuser Straße wurde als wertvolle Grünfläche mit altem Baumbestand hervorgehoben. Engagierte Bürgerinnen und Bürger haben die Fläche seit mehreren Jahren zu einem artenreichen Biotop umgestaltet. Dieses wertvolle Stück Grün sollte unbedingt in städtischer Hand verbleiben.
Als weitere effektive Maßnahme zur Verbesserung des Kleinklimas wurde die Gebäudebegrünung benannt, die von allen Hausbesitzern einfach zu realisieren ist.

Als Fazit der Veranstaltung wurde das notwendige, gemeinsame Engagement der Bürgerinnen und Bürger und der Stadt genannt, um mit mehr grünen Flächen Erlensee auch in zunehmend heißen Sommern lebenswert zu gestalten.

Monika Kühn-Bousonville und Herbert Rüger bedanken sich im Namen der Nachhaltigkeitsgruppe Erlensee bei der Referentin für ihren Vortrag

 

Fotos: PM

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