Fraktion Bündnis 90/ die Grünen spricht sich gegen Verkauf des Grundstücks an Ravolzhäuser Straße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße aus

(pm/ea) – „Die Haushaltslage in Erlensee ist schwierig. Das ist nichts Neues und es geht vielen anderen Kommunen genauso. Die Stadt muss sparen und Ausgaben kritisch hinterfragen. Notwendige Kürzungen dürfen jedoch nicht dazu führen, dass wichtige Flächen für Klimaschutz und Klimaanpassung aufgegeben werden“, so die Erlenseer Fraktion der Grünen in einer Pressemitteilung.

Weiter heißt es darin:

Gerade jetzt, wo bis vor ein paar Tagen noch alle alle unter der Hitze gelitten haben und wo es auch keinen Blick in die Glaskugel braucht, um zu wissen, dass wir mit solchen Hitzewellen in Zukunft leben müssen, brauchen wir zukunftsfähige Projekte.

Der Gastgarten mitten in Langendiebach ist ein Beispiel dafür, was mit Engagement entstehen kann: Bäume und Hecken wurden gepflanzt, eine Sandkuhle und ein kleiner Steinteich angelegt. Der alte Baumbestand sorgt für Schatten und angenehme Luftfeuchtigkeit. Der zuvor lange brachliegende Platz ist heute ein beliebter Treffpunkt für Menschen jeden Alters.

„Gerade in Zeiten des Klimawandels müssen wir uns sehr genau überlegen, welche Flächen wir verkaufen und damit vielleicht dauerhaft aufgeben“, sagt Renate Tonecker-Bös, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. „Das Grundstück an der Ravolzhäuser Straße bietet die Chance, einen kleinen, aber wertvollen Freiraum mitten in der Stadt zu erhalten.
Unversiegelte Flächen speichern Wasser, wirken bei Hitze kühlend und bieten Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Vögel. Solche Orte sind mitten in der Stadt rar. „Ein Grundstück, das heute verkauft ist, steht der Stadt morgen nicht mehr für Klimaanpassung, Grün oder Aufenthaltsqualität zur Verfügung“, so Tonecker-Bös.

Die Grünen sehen den Erhalt der Fläche deshalb als Investition in die Zukunft. Auch mit begrenzten finanziellen Mitteln lässt sich viel erreichen: vorhandene Vegetation erhalten, weitere Bäume ermöglichen und die natürliche Entwicklung der Fläche fördern. „Wir müssen sparen, wo es notwendig ist – aber mit Kreativität und Sachverstand. Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine Luxusaufgaben, sondern eine Investition in die Lebensqualität der Menschen in Erlensee.“

Die Grünen werden sich deshalb dafür einsetzen, dass das Grundstück an der Ravolzhäuser Straße nicht verkauft wird. Es soll ein kleiner grüner Baustein mitten in der Stadt bleiben – ein Ort für Baum, Tier und Mensch und damit ein Stück Zukunft für Erlensee, auch für die folgenden Generationen!

 

Auf dem Foto: Blühbotschafter und Blühbotschafterinnen mit Renate Tonecker-Bös, Bündnis 90 / Die Grünen

Foto: PM

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