Trauer um Wisentkuh Falka

(pm/ea) – Im Wildpark Alte Fasanerie herrscht Trauer um Wisentkuh Falka, die im hohen Alter von 26 Jahren gestorben ist.

Falka war über viele Jahre das Herzstück der Herde. Als ehemalige langjährige Leitkuh hat sie die kleine Herde mit Ruhe und Erfahrung geführt. Zusammen mit Bullen Falco prägte sie die Herde über Jahrzehnte. Dank ihrer hervorragenden Genetik sorgten die beiden für gesunden und starken Nachwuchs und legten schon früh damit den Grundstein für die heutige Wisentpopulation.

Falka war mehr als nur ein Tier. Sie war eine Persönlichkeit. Mit ihrer ruhigen aber bestimmten Art hat sie der gesamten Herde Halt gegeben. Mit 26 Jahren hat Falka für Wisente ein sehr hohes Alter erreicht. In freier Wildbahn werden die Tiere selten 20 Jahre alt.

Kaum eine Tierart steht so sehr für erfolgreichen Artenschutz wie der Wisent. 1923 lebten weltweit nur noch 54 Wisente – alle in menschlicher Obhut. Heute leben 13.000 Wisente weltweit, davon streifen über 10.000 Tiere wieder frei durch Europas Wälder.

Auch die Erhaltungszucht im Wildpark Alte Fasanerie hat zur Sicherung der genetischen Vielfalt des Wisents beigetragen und Falkas Nachkommen gingen in Wiederansiedlungsprojekte nach Polen, Rumänien, Aserbaidschan und weiteren Ländern.

Jetzt ist Jungtierzeit und wer Falkas Enkelin Farah mit ihrer Mutter Farina beobachten will, hat bei die Gelegenheit, die Tiere aus nächster Nähe zu erleben. Ein Besuch lohnt sich besonders, da Farah ihre Welt täglich neu entdeckt.

Foto: Norbert Kappenstein

 

Hinweis: Ausschließlich Meldungen aus Hanau unter hanau-aktuell.de

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