(pm/ea) – Tausende Bürger und viele Gewerbebetriebe profitierten von seinen Beratungen in Sachen Sicherheit: Am Freitag geht Polizeihauptkommissar Stefan Adelmann nach 15 Jahren als Leiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in den Ruhestand. Die Beratungsstelle wird zeitgleich in Hanau geschlossen, Beratungen finden dann im Polizeipräsidium in Offenbach oder unverändert bei den Bürgern vor Ort statt.
„Die allermeisten Beratungen fanden insbesondere seit der Pandemiezeit bei den Bürgern oder Firmen vor Ort statt“, wie Stefan Adelmann betont, der diese täglich im gesamten Main-Kinzig-Kreis und auch teilweise in Offenbach durchführte. Die Beratungen sind komplett kostenlos und beinhalten neben Einbruchschutz und Diebstahlschutz unter anderem auch den Bereich der Trickbetrügerei.
Darüber hinaus referierte er bei Veranstaltungen und Messen und stand im Beratungsmobil der Polizei in den Kommunen als Ansprechpartner zur Verfügung. Dass er als Sicherheitsberater mit großem Engagement und viel Herzblut bei der Sache war, zeigt allein schon das zahlreiche positive Feedback, welches er über die gesamten Jahre erhalten hat.
„Der Bedarf an Beratungen war und ist groß“, wie Stefan Adelmann betont und darauf hinweist, dass diese auch zukünftig kostenlos bei den Bürgern nach vorheriger Terminabsprache vor Ort durchgeführt werden. Die Beratungsstelle in Offenbach ist zu erreichen unter 069-8098-2424 und beratungsstelle.ppsoh@polizei.hessen.de
Seine Laufbahn bei der Polizei begann mit dem Dienstantritt im Jahr 1980 bei der Bereitschaftspolizei in Mühlheim, wo er als Einsatzbeamter tätig war und unter anderem die Ausbildung zum Fahrlehrer absolvierte. Danach war er unter anderem bei der Polizeiautobahnstation in Langenselbold und der Polizeistation Hanau II im Streifendienst tätig.
2010 bewarb er sich auf die Position des Leiters der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Hanau, als der dortige Leiter in den Ruhestand ging, nachdem dieser die Beratungsstelle 15 Jahre lang leitete.
Das berufliche Highlight für Stefan Adelmann war, dass er betroffenen Familien des Hanauer Anschlags vom 19. Februar 2020 direkt helfen konnte. Als einer von 10 Kontaktbeamten stand er 14 Tage lang rund um die Uhr zur Verfügung. Dieses Hilfsangebot der Polizei war bislang weltweit einmalig.
Am 31. Juli 2026 verabschiedet sich nun Stefan Adelmann nach 46-jähriger Dienstzeit, davon 16 Jahre als Sicherheitsberater, in den Ruhestand. Kriminalhauptkommissarin Traber ist seine direkte Nachfolgerin im Polizeipräsidium Südosthessen und organisiert von dort das Beratungsangebot.
Aktiv bleibt er erwartungsgemäß auch in seinem Ruhestand: Bei der Bürgerhilfe Bruchköbel ist Stefan Adelmann als Helfer und Fahrer aktiv, beim Line Dance Club „Clearwater Stompers“ in Langenselbold ist er der 2. Vorsitzende und außerdem ist er als Fahrlehrer für alle Fahrzeugklassen bei einer Fahrschule tätig. Für Ausflüge mit dem kürzlich gekauften Wohnmobil bleibt auch noch Zeit, insbesondere, wenn seine Ehefrau in zwei Jahren ebenfalls Ruheständlerin sein wird.
Auf dem Foto: Stefan Adelmann, der natürlich auch Beratungen zum Diebstahlschutz von Fahrrädern durchführte, radelt am Freitag in seinen Ruhestand
Bericht und Foto: Markus Sommerfeld
Hinweis: Ausschließlich Meldungen aus Hanau unter hanau-aktuell.de
