Grüne fordern besseren Hitzeschutz in kreiseigenen Einrichtungen

(pm/ea) – „Die Klimakrise ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Deshalb müssen wir unsere öffentlichen Einrichtungen besser auf zunehmende Hitzewellen vorbereiten und dort handeln, wo Menschen besonders geschützt werden müssen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, Mahwish Iftikhar.

Besonders betroffen sind die Main-Kinzig-Kliniken sowie die Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Dort treffen hohe Temperaturen auf Menschen, die aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustands besonders gefährdet sind. Gleichzeitig arbeiten die Beschäftigten auch während extremer Hitze unter hoher körperlicher und psychischer Belastung.

Die Kreistagsabgeordnete und Notfallsanitäterin Lene Jeckel kennt die gesundheitlichen Folgen extremer Temperaturen aus ihrem beruflichen Alltag: „Es gibt Einsätze, die vergisst man nicht. Menschen, die an den Folgen extremer Hitze sterben, obwohl vieles vermeidbar gewesen wäre. Als Notfallsanitäterin macht mich das betroffen. Niemand sollte sein Leben verlieren, weil wir die Auswirkungen der Klimakrise unterschätzen oder beim Hitzeschutz zu spät handeln.“

Die Grünen werden deshalb eine parlamentarische Initiative in den Kreistag einbringen. Ziel ist es, den Hitzeschutz in den Kliniken, den Einrichtungen der Altenhilfe und Pflege, den Schulen sowie weiteren kreiseigenen Gebäuden gezielt auszubauen. Dazu gehören bauliche Maßnahmen wie außenliegender Sonnenschutz, Verschattung, moderne Lüftungs- und Kühlsysteme sowie Klimaanlagen in besonders sensiblen und stark belasteten Bereichen.

Neben langfristigen Investitionen sollen auch kurzfristig umsetzbare Maßnahmen berücksichtigt werden. Dazu können etwa Kühlkleidung, kühlende Einlagen oder Kühldecken für Beschäftigte und besonders gefährdete Personen gehören. Solche Hilfsmittel lassen sich vergleichsweise schnell einsetzen und können während akuter Hitzeperioden unmittelbar entlasten. Für die Grünen gehören Klimaschutz und Klimaanpassung untrennbar zusammen. Neben den Investitionen muss der Main-Kinzig-Kreis seine Infrastruktur gleichzeitig an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels anpassen. Dass die Grünen auf Bundesebene zuletzt ein Sofortprogramm für mehr Hitzeschutz gefordert haben, zeigt: Es braucht Investitionen auf allen politischen Ebenen- auch vor Ort.

„Die zunehmenden Hitzewellen machen deutlich, dass wir nicht länger abwarten dürfen. Jetzt braucht es entschlossenes Handeln, damit der Main-Kinzig-Kreis besser auf die Folgen der Klimakrise vorbereitet ist“, so Iftikhar abschließend.

 

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