Wohncontainerbrand in Hasselroth-Gondsroth

(pm/ea) – In der Nacht zum Sonntag wurden laut Mitteilung der Feuerwehr Hasselroth die Einsatzkräfte gemeinsam mit der Drehleiter aus Freigericht sowie weiteren Rettungsmitteln zu einem Brandereignis mit dem Einsatzstichwort „Menschenleben in Gefahr“ nach Gondsroth alarmiert.

Vor Ort brannte ein Wohncontainer bereits in voller Ausdehnung. Die Flammen waren schon auf der Anfahrt deutlich sichtbar. Das Feuer drohte auf drei weitere Wohncontainer überzugreifen.

Ein Trupp unter Atemschutz wurde zur Erkundung in den Brandcontainer eingesetzt, um festzustellen, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Glücklicherweise konnte nach einer ausführlichen Erkundung Entwarnung gegeben werden. Anschließend wurde die Brandbekämpfung im Innenangriff fortgesetzt. Zeitgleich wurde ein weiterer Trupp unter Atemschutz im Außenangriff eingesetzt, um das Feuer zu bekämpfen und ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Container zu verhindern. Im weiteren Einsatzverlauf wurde ein dritter Trupp unter Atemschutz für Nachlöscharbeiten eingesetzt. Im Dachbereich mussten Bleche entfernt werden, um letzte Glutnester abzulöschen.

Der Wohncontainer brannte vollständig aus und ist unbewohnbar. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten die weitere Container mit lediglich leichten Beschädigungen gehalten werden.

Die Gemeinde kümmerte sich um die Unterbringung der betroffenen Bewohner, während die Einsatzstelle anschließend an die Polizei übergeben wurde.

Neben den eigentlichen Löscharbeiten nahmen auch die Atemschutzlogistik, inklusive der Nutzung des Hygienekonzepts, die Schlauchlogistik sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge einige Zeit in Anspruch, sodass die Einsatzkräfte bis in die frühen Morgenstunden beschäftigt waren.

Neben der gesamten Feuerwehr Hasselroth waren die Drehleiter der Feuerwehr Freigericht sowie ein Kreisbrandmeister im Einsatz. Rettungsdienstlich waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst vor Ort. Ebenfalls an der Einsatzstelle befanden sich die Polizei, der Bürgermeister sowie das Ordnungsamt der Gemeinde Hasselroth. Insgesamt waren organisationsübergreifend mehr als 50 Einsatzkräfte im Einsatz.

Wie die Polizei mitteilt, richten sich die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung gegen den Bewohner der betroffenen Wohnung. Der 44-Jährige hatte eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde im Nahbereich angetroffen. Er stand offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert über 3 Promille. Der Bewohner wurde nach einer medizinischen Versorgung in eine Fachklinik gebracht.

Es wurden keine weiteren Personen verletzt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Sachschaden auf etwa 100.000 Euro.

Die Brandermittler bitten mögliche Zeugen, die Beobachtungen im Bereich des Richard-J.-Ruff-Straße gemacht haben, sich unter der Rufnummer 06181 – 100 123 bei der Kriminalpolizei zu melden.

Fotos: Feuerwehr Hasselroth

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