Im GAST-GARTEN wird gemäht und weitere Arbeiten an der Blühwiese stehen an

(pm/ea) – Wer in den vergangenen Wochen den GAST-GARTEN besucht hat, konnte die beeindruckende Blütenpracht bewundern: Klatschmohn, Wiesenflockenblume, Margerite, Kornblume, Wiesenskabiose, Wiesensalbei und viele weitere heimische Wildblumen haben den Garten in ein farbenfrohes Blütenmeer verwandelt.

Davon profitierten nicht nur Wildbienen, die hier reichlich Nektar und Pollen fanden. Auch zahlreiche andere Insekten nutzten die Blühwiese als wertvollen Lebensraum. Nun ist ein Großteil der Pflanzen verblüht und die nächste wichtige Pflegemaßnahme steht an: die Mahd. Eine artenreiche Blühwiese sollte zweimal jährlich gemäht werden – idealerweise im Juni und im September. Besonders schonend erfolgt dies mit der Sense oder einem Balkenmäher.

Nach dem Mähen bleibt das Schnittgut zunächst einige Tage auf der Fläche liegen. So können die Samen aus den Pflanzen ausfallen und den Grundstein für die nächste Blütensaison legen. Anschließend wird die Mahd abgeräumt. Dies ist wichtig, um den Boden nährstoffarm zu halten. Würde das Schnittgut liegen bleiben, würden dem Boden zusätzliche Nährstoffe zugeführt. Viele heimische Wildstauden bevorzugen jedoch magere Standorte. Erst durch diese Pflege kann sich eine vielfältige und artenreiche Wiese langfristig entwickeln.

Um den Insekten ihren Lebensraum nicht vollständig zu nehmen, wird stets nur ein Teil der Fläche gemäht. Die verbleibenden Bereiche dienen als Rückzugsorte und werden zeitversetzt gepflegt. Zudem sollte die Schnitthöhe etwa 15 Zentimeter nicht unterschreiten, damit Kleinstlebewesen die Möglichkeit haben, sich in Sicherheit zu bringen.

Blühwiesen leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Sie bieten Nahrung, Schutz und Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Im Gegensatz dazu sind intensiv gepflegte Rasenflächen für viele Insekten nahezu wertlos und verursachen durch regelmäßiges Mähen, Düngen, Vertikutieren und Bewässern einen hohen Pflegeaufwand. Wie schön ist es, bunte Schmetterlinge von Blüte zu Blüte schweben zu sehen, Hummeln bei der Nahrungssuche zu beobachten oder dem Zirpen der Grashüpfer an einem Sommerabend zu lauschen. Mit einer Blühwiese lassen sich solche Naturerlebnisse direkt vor der eigenen Haustür ermöglichen. Die Blühbotschafterinnen beraten Interessierte gerne bei der Umgestaltung von Rasenflächen in naturnahe Blühwiesen.

Die nächste gemeinsame Aktion im GAST-GARTEN findet am Freitag, 26. Juni 2026, um 10 Uhr statt. Dann soll die Mahd von der Fläche abgeräumt werden. „Wir freuen uns über viele Menschen, die uns dabei unterstützen“, sagt Monika Kühn-Bousonville. Wer mithelfen möchte, wird gebeten, nach Möglichkeit einen Rechen mitzubringen.

Alle Erlenseerinnen und Erlenseer sind herzlich eingeladen, sich an den Aktionen im GAST-GARTEN zu beteiligen – ob aktiv bei den Arbeiten, als interessierte Gäste oder zum Austausch mit den Beteiligten. Die Blühbotschafterinnen sowie die Mitglieder von FöPI (Fördernetzwerk heimischer Pflanzen und Insektenvielfalt) stehen dabei gerne für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Fotos: PM

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