Hanauer Fußwallfahrt nach Walldürn zum 33. Mal

(pm/ea) – Verglichen mit den alten Traditionswallfahrten ist die Hanauer Wallfahrt noch jung. Einige nahmen zum ersten Mal teil, viele jedoch pilgern mit kleinen Unterbrechungen schon seit Jahren regelmäßig, manche sogar von Anfang an mit.

Die Wallfahrtsgruppe aus Hanau machte sich zum 33. Mal zum jahrhundertealten Wallfahrtsort Walldürn im Odenwald auf den Weg. Gegründet wurde die Hanauer Wallfahrt seinerzeit durch die beiden Wallfahrtsehepaare Renate und Johannes Buchfelder sowie Christa und Klaus Rodemann nach einem Vorbild der Wasserloser Traditions-Wallfahrt. Von Anfang an, also zum 33. Mal, mit dabei war Renate Buchfelder. Der Walldürner Wallfahrtspater Josef Bregula ehrte in diesem Jahr Simon Buchfelder, seit seiner Kindheit dabei, für 25-jährige Teilnahme mit Urkunde und Erinnerungsgeschenk sowie Christine Kania für 10-jährige Teilnahme..

Nach der Aussendung auf dem Kloster Engelberg ging es morgens in aller Herrgottsfrühe zu Fuß 26 km über Miltenberg zum Wallfahrtsort. Beten und Singen, Gespräche und Stille, Sonne, Pilgern und Rast, Lachen und Schweigen und in diesem Jahr auch eine Route „über Stock und Stein“ durch den Wald – vieles gehörte dazu.

Wallfahrtspater Josef Bregula (2. v. rechts)) ehrt langjährige Wallfahrer: Simon Buchfelder (3. v. rechts) für 25 Jahre und Christine Kania (ganz rechts) für 10 Jahre

Nach dem gemeinsamen Einzug in die Basilika feierten die Wallfahrer eine festliche Eucharistiefeier mit dem Hanauer Dechant Andreas Weber, dem ehemaligen Kaplan Philipp Schöppner, den Pfarrern Stefan Selzer (Seligenstadt) und Klaus Nentwich (Freigericht) unter musikalischer Begleitung der Bläsergruppe aus Seligenstadt und Klein-Welzheim und dem Seligenstädter Chor. In seiner Predigt ermutigte Pfarrer Stefan Selzer die Wallfahrer, gemäß dem diesjährigen Motto „Die Liebe hört niemals auf“, „das in Walldürn verehrte Geheimnis der Eucharistie auch im Alltag zu feiern. Denn das größte Wunder geschieht jeden Tag auch daheim in der Heiligen Messe. Jesus Christus selbst ist in seinem Leib und Blut, in Brot und Wein da. In diese Liebe sind wir hineingenommen!“

Nach Abendessen, einer Dankandacht mit Verabschiedung und einem Gebet an der Mariengrotte ging es mit dem Bus wieder nach Hanau zurück, wo die ganze Gruppe spät abends singend in die beleuchtete Kesselstädter St. Elisabeth-Kirche einzog. Einige hörte man sagen „Im nächsten Jar bin ich wieder dabei. Ich freue mich schon darauf!“

 

Fotos: PM

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