(pm/ea) – Am Samstag erklangen in der Ev. Kirche Rückingen neben barocker auch moderne Instrumente, anlässlich eines recht ungewöhnlichen Konzerts mit dem Corelli-Ensemble und Sax’n’Bass, organisiert durch den Kunstraum Erlensee im Rahmen der Erlenseer Kulturnächte.
Die erwähnten Originalinstrumente wurden bereits ab Mittag aufgebaut und gestimmt und die sechs Musiker begannen mit den Proben. Uwe Sommerfeld, Leiter des Corelli-Ensembles, und Cornelius Jensen spielten die Barockviolinen, Sylvia Demgenski am Barockcello und Sascha Andrè Heberling am Cembalo. Die Jazzformation Sax’n’Bass bestand aus Jürgen Sommerfeld am Saxophon und Wolfgang Ritter am Kontrabass.
Was dann am Samstagabend die Gäste zu hören bekamen, war mehr als eine Überraschung. Corelli und Sax’n’Bass gelang die experimentelle Kombination zwischen Barockmusik und Jazz, wobei der Übergang ganz natürlich und meisterhaft geschah. Barockmusik und Jazz weisen zwar Unterschiede auf, teilen aber auch Gemeinsamkeiten: beide Stile nutzen ein Thema, das weiter improvisiert wird, sie verwenden erweiterte Harmonik sowie Septakkorde und der Rhythmus spielt für sie eine wichtige Rolle. Bisweilen bieten selbst barocke Kompositionen Musikinstrumenten die Gelegenheit zu einem Soloauftritt und Gleiches gilt für Jazzkompositionen. Die Arrangements stammen von Jürgen Sommerfeld. Damit bekamen bekannte Stücke einen modernen Twist. Purcell, Uccellini, Händel, Bach und Vivaldi hätte dies bestimmt gefallen. Die Moderation wurde sachkundig von Uwe Sommerfeld übernommen.

Aber es funktionierte auch hervorragend andersherum, der bekannte Beatles-Song „Penny Lane“ ertönte zunächst als ein Barockstück und ging dann in jazzige Töne über. Die begeisterten Zuhörer honorierten diese unglaubliche Transformation mit stehenden Ovationen. Als Zugabe wurde der Titel „My Girl“ von den Temptations zu Gehör gebracht, der gleichzeitig einen Ausblick auf das Programm im kommenden Jahr bildete.
Als Abschluss verwöhnten dann auf dem Kirchenvorplatz Sax’n’Bass mit swingenden Melodien die Gäste im Abendsonnenschein. Die Stimmung konnte nicht besser sein.


Die Kunsträumerinnen hatten eigens für diesen Abend die Crêpes-Makerin Nina Vitrant engagiert, deren Crêpes sehr gut ankamen. Abgerundet wurde das Ganze durch die Cocktail-Bar der Kunsträumerinnen.
Die Kunsträumerinnen möchten sich noch einmal ganz herzlich bei der Ev. Kirchengemeinde, bei der Stadt Erlensee, dem Bauhof und all den Helfern bedanken, die diesen Abend möglich gemacht haben.
Fotos: PM
