„Herzzeit“: Neuer Abendgottesdienst lädt zu Begegnung und echten Momenten ein

(pm/ea) – Ein Gottesdienst, der anders ist: persönlich, nahbar und offen für eigene Erfahrungen. Mit „Herzzeit – der Abendgottesdienst“ startet am Sonntag, 21. Juni 2026, um 18:30 Uhr in der Bruchköbeler Jakobuskirche (Martin-Luther-Straße 2) ein neues Format, das gezielt Menschen anspricht, die mit klassischen Gottesdiensten wenig anfangen können.

„10 Uhr ist dir zu früh? Orgel ist nicht dein Ding? Was, wenn Gott dir trotzdem begegnen will?“ – mit diesen Fragen macht der Flyer neugierig auf das Projekt. Dahinter steht die Überzeugung: Der christliche Glaube ist für alle da – doch traditionelle Formen erreichen längst nicht mehr jeden.

Initiiert wurde „Herzzeit“ durch einen offenen Visionsabend im Januar, zu dem über 30 Interessierte kamen – mehr Menschen, als in manch einer Gemeinde regelmäßig den Gottesdienst besuchen. 15 von ihnen erklärten sich bereit, an der neuen Idee mitzuarbeiten.

„Mit Herzzeit wünschen wir uns, dass Menschen eine echte Berührung mit Gott erleben können“, sagt Pfarrer Fabian J. Witmer. „Viele sehnen sich nach etwas Tieferem, finden aber in den gewohnten Formen keinen Zugang.“

Der Abendgottesdienst versteht sich bewusst als Erfahrungsraum: Statt festgelegter Liturgie erwartet die Besucher eine warme, fast wohnzimmerartige Atmosphäre, moderne Live-Musik, kreative Elemente und Möglichkeiten zur persönlichen Beteiligung. Dazu gehören unter anderem:

• anonyme Gebetsanliegen
• Fragen an den Prediger (im kurzen Q&A-Format)
• Mitmach-Stationen wie Kerzen anzünden oder Anliegen symbolisch „ablegen“

„Kirche kann ein Ort sein, an dem Menschen ehrlich suchen, fragen und erleben dürfen – ohne Druck, aber mit echter Tiefe“, so Witmer. Der Auftakt steht unter dem Thema „Sehnsucht“. Pfarrer Witmer wird predigen – und gleichzeitig Teil der Band sein. Das passt gut zur Idee von „Herzzeit“: Hier soll nicht einer vorne alles machen, sondern viele bringen sich ein. Musik, kreative Elemente und Impulse entstehen gemeinsam. Perspektivisch ist auch denkbar, dass nicht nur Pfarrer sprechen, sondern unterschiedliche Menschen, die etwas zu sagen haben und andere mit ihren Gedanken inspirieren.

Die ersten Minuten sind bewusst niedrigschwellig gestaltet: Musik, eine herzliche Begrüßung und kreative Elemente erleichtern das Ankommen. Eingeladen sind ausdrücklich auch Neugierige, Skeptische und Menschen ohne kirchliche Bindung.

Zunächst bleibt es bei diesem einen Termin. Im Anschluss soll gezielt und strukturiert Rückmeldung der Besucher eingeholt werden. Dafür wird es die Möglichkeit geben, anonym Eindrücke, Kritik und Verbesserungsvorschläge zu teilen. Das Team legt besonderen Wert auf ehrliches, konkretes Feedback – nicht auf bloße Bestätigung, sondern auf Rückmeldungen, die helfen, das Format weiterzuentwickeln und stärker an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten.

Interessierte sind eingeladen, einfach vorbeizukommen und sich selbst ein Bild zu machen.

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