Auch dritter Frühlingsmonat deutlich zu trocken

(ms/ea) – Die drei meteorologischen Frühlingsmonate März, April und Mai waren an der Wetterstation Erlensee deutlich zu trocken ausgefallen. Mit 39,2 l/m² erreichte der Mai als letzter Frühlingsmonat gerade einmal 59 % des Klimamittels 1991-2020 bzw. 64 % des Referenzmittels 1961 – 90.

77 % des Niederschlags fiel in der ersten Monatshälfte, wobei am 11. mit 9,4 l/m² die höchste Tagesmenge verzeichnet wurde.

Mit 16,3 °C war der Mai zu warm – gegenüber dem Referenzmittel 1961-90 um 2,6 °C, gegenüber dem neuen Mittel um 1,1 °C. In der letzten Mai-Woche wurden 4 heiße Tage verzeichnet, an denen die Temperatur 30,0 °C oder mehr betrug. Am 26. stieg das Thermometer auf 31,9 °C, was auch die höchste Temperatur in diesem Mai war.

3 Gewittertage und 1 Tag mit stürmischem Wind (69 km/h am 29.) wurden verzeichnet.

An der am nächsten zu Erlensee gelegenen DWD-Wetterstation Kahl wurde eine Temperatur von 16,1 °C und eine Niederschlagssumme von 45,8 l/m² gemessen. In Frankfurt wurde am Flughafen 16,5 °C und 36,0 l/m², im Westend 16,5 °C und 43,3 l/m² gemessen.

 

Im Deutschland-Überblick berichtet der DWD von einem Mai zwischen Eisheiligen und Hochsommer

Der Mai 2026 war ein Monat der Gegensätze: Erst machten die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre, dann brachte das Monatsende vielerorts hochsommerliche Temperaturen. Beim Niederschlag blieb Deutschland insgesamt knapp unter dem Soll. Die Sonne hingegen zeigte sich nahezu überall häufiger als üblich.

Wonnemonat mit kühlen Eisheiligen und teils hochsommerlichem Ausklang

Der Mai 2026 erreichte in Deutschland eine Mitteltemperatur von 14,1 Grad Celsius (°C) (12,1 °C) und lag damit 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (13,1 °C) betrug die Abweichung 1,0 Grad. In Piding, Berchtesgadener Land, wurde am 1. mit -3,3 °C der bundesweit tiefste Monatswert gemessen. Auch um die Eisheiligen zeigte der Mai noch einmal seine kühle Seite: In der zweiten Maidekade rutschten die Temperaturen zeitweise auf Aprilniveau ab. Im letzten Monatsdrittel drehte die Witterung dann in Richtung Hochsommer.

Vor allem in der nördlichen Mitte zeitweise sehr nass – im Südosten teils deutlich zu trocken

Im Mai 2026 fielen in Deutschland rund 65 Liter pro Quadratmeter (l/m²) an Niederschlag. Damit erreichte der Monat gut 92 Prozent des Niederschlags der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (71 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 lag die Menge bei rund 93 Prozent des klimatologischen Solls (70 l/m²). Die bis dato bundesweit höchste Tagessumme wurde am 4. an der Station Ochtrup (West) in Nordrhein-Westfalen mit 70,4 l/m² gemessen. Regional lagen die Schwerpunkte mit den höchsten Monatssummen in der nördlichen Mitte Deutschlands, außerdem im Schwarzwald und an den Alpen, wo gebietsweise über 100 l/m² zusammenkamen. Deutlich trockener blieb es in Teilen Ostbayerns; dort wurden gebietsweise nur um 25 l/m² registriert.

Besonders viel Sonnenschein im Süden und im Norden

Mit rund 254 Sonnenstunden (202 Stunden) überstieg die Sonnenscheindauer im Mai 2026 ihr Soll der Referenzperiode 1961 bis 1990 um gut 26 Prozent. Im Vergleich zur wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (213 Stunden) betrug das Plus rund 19 Prozent. Besonders hohe Werte um 300 Stunden wurden gebietsweise im Norden, Nordosten und Süden erreicht.

Rückblick für Hessen:

(In Klammern die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Hessen erlebte mit 14,3 °C (12,1 °C) einen deutlich zu warmen Mai. Dabei spannte der Monat einen weiten thermischen Bogen: Mit den Eisheiligen wurde es am 12. vor allem in den Mittelgebirgslagen morgens noch einmal frostig-frisch, bevor die letzte Monatsphase klar auf Hochsommer stellte. In Frankfurt am Main wurde am 26. eine Spitze von 32,4 °C erreicht. Im Rhein-Main-Gebiet kamen bis zu zwölf Sommertage mit mindestens 25,0 °C und bis zu sieben heiße Tage mit mindestens 30,0 °C zusammen. Eine vergleichbare frühe Häufung heißer Maitage wurde dort zuletzt 1953 registriert. Der hessenweite Niederschlag erreichte rund 73 l/m² und lag damit im Bereich des klimatologischen Solls (71 l/m²). Die Sonne zeigte sich mit etwa 234 Sonnenstunden großzügiger als im Klimamittel (194 Stunden).

Bericht und Grafik: Markus Sommerfeld

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