(ms/ea) – Wie die Deutsche Bahn vor kurzem mitteilte, wurde die Personenunterführung am Hauptbahnhof Hanau für rund 5,6 Mio Euro erneuert und seit 2021 insgesamt 22,2 Mio Euro in die Modernisierung des Bahnhofs investiert. Aber wann wird der Hauptbahnhof endlich komplett barrierefrei? – Erlensee Aktuell hat bei der Bahn nachgefragt.
Nach der Berichterstattung zur Modernisierung der Unterführung am 12. Mai wurde von Erlensee Aktuell-Lesern Kritik geübt, dass jetzt zwar ein beleuchteter Tunnel, der mit allerlei Kunst verziert wurde, den Reisenden die An- und Abreise verschönern soll, allerdings das Thema „Barrierefreiheit“ offensichtlich in weite Ferne geschoben wurde.
Bereits 2023 hatte Erlensee Aktuell das Thema Barrierefreiheit am Hauptbahnhof Hanau aufgegriffen und bei der Bahn nachgefragt.
Auch nach der jetzt erfolgten Modernisierung ist nicht absehbar, wann alle Gleise barrierefrei erreicht werden können:
Wie ein Bahnsprecher gegenüber Erlensee Aktuell mitteilte, werde der S-Bahn-Bahnsteig 1/2 (zukünftig 2/3) im Rahmen des Projekts „Nordmainische S-Bahn“ modernisiert und barrierefrei ausgebaut. „Der Abschnitt Hanau befindet sich in der Planfeststellung. Der Baubeginn ist abhängig vom Planfeststellungsbeschluss“, so der Sprecher, der für weitere Informationen auf die Projekthomepage www.nordmainische-s-bahn.de/home.html verweist.
Die Bahnsteige 5/6, 7/9 (zukünftig 7/8) und 101 (zukünftig 100/101) sollen nach seinen Angaben im Rahmen des Projekts „ABS Hanau-Gelnhausen“ modernisiert und barrierefrei ausgebaut werden, inklusive des Neubaus eines durchgehenden Gleises 8 sowie der Verlängerung des Stumpfgleises 100. „Der zugehörige Planfeststellungsabschnitt 5.13 befindet sich in der Vorplanung. Baubeginn ist voraussichtlich 2030/2031“, so der Sprecher abschließend mit dem Hinweis auf die Ausbauhomepage hanau-fulda.deutschebahn.com/startseite.html
Details zur aktuellen barrierefreien Zugänglichkeit der Bahnsteige in Hanau finden sich unter www.bahnhof.de/hanau-hbf/ausstattung-barrierefreiheit
Fazit: Die Reisenden brauchen noch einige Geduld und sind – ob zum Beispiel mit Kinderwagen oder im Rollstuhl – auf freundliche Hilfe angewiesen.
Foto: DB AG
Bericht: Markus Sommerfeld
