März zu warm und zu trocken

(pm/ea) – Mit 8,2 °C um 3,0 °C zu warm gegenüber der Refererenzperiode 1961-90 (im Vergleich zum wärmeren 30-Jahreszeitraum 1991-2020 um 1,1 °C) zeigte sich der März an der Wetterstation Erlensee. Außerdem war der erste Frühlingsmonat deutlich zu trocken.

Mit 30,4 l/m² blieb die Niederschlagssumme deutlich unter dem 30-jährigen Mittel 1961-90 von 51 l/m² und unter dem „neuen Mittel“ von 43 l/m², was auch zeigt, dass der März in den letzten Jahren niederschlagsärmer geworden ist.

Am 10. wurde mit 19,7 °C die höchste Temperatur in diesem Monat erreicht (am 27.2. stieg das Thermometer aber bereits auf 20,7 °C), während am 27. mit – 2,5 °C einer der drei Frosttage verzeichnet wurde.

An 2 Tagen wurden Gewitter beobachtet, am 16. kamen noch einmal Schneeflocken vom Himmel.

An der am nächsten zu Erlensee gelegenen DWD-Wetterstation Kahl wurde eine Temperatur von 7,6 °C und eine Niederschlagssumme von 23,5 l/m² gemessen.

Im Deutschland-Überblick berichtet der DWD von einem außergewöhnlich sonnigen, sehr milden und niederschlagsarmen März

Die Protagonisten Iackl, Jannis, Konrad, Max und Norbert prägten das Wettergeschehen in Deutschland im März 2026 maßgeblich: Die Hochdruckgebiete sorgten flächendeckend für einen sonnenscheinreichen, niederschlagsarmen und sehr milden März. Das Monatsende hingegen fiel spätwinterlich aus.

Mit Vollgas in den Frühling, spätwinterliche Witterung zum Monatsausklang

Der März 2026 verzeichnete ein Temperaturmittel von 6,3 Grad Celsius (°C). Damit lag der Wert um 2,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5 °C). Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (4,6 °C) betrug die Abweichung 1,7 Grad. Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April. Der Monatshöchstwert von 19,9 °C wurde bereits am 7. im südhessischen Michelstadt im Odenwald gemessen. In der ersten Dekade purzelten in Bezug auf die Höchsttemperatur an den Wetterstationen reihenweise die Tagesrekorde. Zum Monatsende sorgten Winde aus nordwestlicher Richtung für spätwinterliche Verhältnisse. Besonders kalt war es am 28. in Oberstdorf (Bayern) mit -15,5 °C über frisch gefallenem Schnee.

Lange Trockenphasen durch Hochdruckwetter

Aufgrund der ausgeprägten und länger andauernden Hochdrucklagen waren Niederschläge im März rar und konzentrierten sich auf den Beginn der zweiten Dekade und auf das Monatsende. Insgesamt landeten 37 Liter pro Quadratmeter (l/m²) in den Messbechern. Das entspricht einem Minus von gut 35 % gegenüber den Referenzperioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 (jeweils 57 l/m²). Besonders trocken fiel der Monat im Osten des Landes aus, wo gebietsweise lediglich um 10 l/m² fielen. Infolgedessen erreichte die Waldbrandgefahr bereits früh im Jahr die Stufe 4 von 5. Nasser präsentierten sich mit 80 bis 120 l/m² der Schwarzwald und der Alpenrand, aber auch dort blieben die Werte unterhalb jener des langfristigen Mittels. Die höchste Tagesniederschlagssumme datiert vom 25. mit 35,2 l/m² in Utzenfeld (Baden-Württemberg) im Südschwarzwald. Eine Kaltfront sorgte dort für kräftige Niederschläge.

Außergewöhnlich viel Sonne, aber das Spitzenjahr 2022 bleibt unangetastet

Der erste meteorologische Frühlingsmonat wartete mit besonders viel Sonnenschein auf; rund 195 Stunden wurden registriert. Nur im März 2022 und im letztjährigen März schien die Sonne noch länger. Das langjährige Mittel von 111 Stunden (Referenzperiode 1961–1990) wurde um 75 % überboten und auch im Vergleich mit der jüngeren Vergleichsperiode (127 Stunden) ergab sich ein sattes Plus von über 50 %. Größere regionale Unterschiede kristallisierten sich nicht heraus. Lediglich ganz im Norden und im äußersten Süden lag die Monatssumme gebietsweise unter 150 Stunden.

 

Rückblick für Hessen:

(In Klammern die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels)

Deutlich sonniger, deutlich milder und trockener als im Klimamittel präsentierte sich der Lenzmonat in Hessen. Das Temperaturmittel erreichte 6,5 °C. Damit war es um 2,7 Grad wärmer als im vieljährigen Mittel (3,8 °C). Sehr mild war der Monatsbeginn. Am 7. wurde mit 19,9 °C in Michelstadt im Odenwald das höchste Tagesmaximum in Deutschland gemessen. Ganz anders waren die Temperaturbedingungen am Monatsende, wo sich selbst die 10-Grad-Marke als größeres Hindernis erwies. Regen und am Monatsende teilweise auch Schnee registrierten die Wetterstationen vor allem zu Beginn der zweiten Dekade und ab Mitte der dritten Dekade. 35 l/m² Monatsniederschlag blieben weit vom Klimasoll (62 l/m²) entfernt. Die Sonnenscheindauer von 190 Stunden (107 Stunden) übertraf den vieljährigen Mittelwert dagegen deutlich.

Bericht und Grafik: Markus Sommerfeld

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