Hallenbad allgegenwärtig bei der 50-Jahr-Feier der DLRG Erlensee

(ms/ea) – Die DLRG Erlensee feierte am Freitag im Rahmen einer Akademischen Feier ihr 50-jähriges Bestehen. Gegründet am 12. März 1976 kurz nach der Hallenbaderöffnung am 28. Februar im gleichen Jahr hätte man gerne ein gemeinsames Jubiläum gefeiert. Die Schließung des Hallenbades war entsprechend das Thema in allen vorgetragenen Grußworten.

Zu Beginn der Feier konnte der Vorsitzende des DLRG Erlensee, David Lanecki, neben Vertretern der DLRG-Gruppen zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Erste Stadträtin Birgit Behr, CDU-Landtagsabgeordneter Max Schad, Landrat Thorsten Stolz, Benjamin Harris (Bürgermeister der Stadt Büdingen), Pfarrerin Claudia Herchenröther, Vertreter der politischen Parteien in Erlensee sowie befreundeter Vereine.

In seinem Grußwort verwies er auf die Festschrift mit der ausführlichen Darstellung der gesamten Historie und beleuchtete daher lediglich die Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit, darunter die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und der Bezug des neuen Vereinsheims in der Waldstraße, nachdem man neun Jahre auf ein solches verzichten musste.

Als „ein schicksalhaftes Ereignis mit direktem Schlag in die Magengrube“ beschrieb er die Nachricht von der Schließung des Hallenbades und der damit im Raum stehenden Frage: „Was wird aus der DLRG Erlensee?“.

Man konnte jedoch mit dem Freibad Büdingen und dem Kaldaha Hallenbad in Kahl neue Trainingsorte finden und sich im Bereich der Ersten Hilfe und den Sanitätsdiensten breiter aufstellen und somit weitere stützende Säulen finden.

Am Ende seines Grußwortes sprach er die Hoffnung aus, dass „wir gemeinsame Wege finden, Schwimmen und Bewegung im Wasser wieder hier in Erlensee zu ermöglichen“ und betonte, dass nicht hinnehmbar sei, dass Nichtschwimmerzahlen und die Zahl der Ertrinkungstoten bundesweit steigen.

Erste Stadträtin Birgit Behr sprach in ihrem Grußwort davon, dass man es sich nicht leicht gemacht habe mit der Entscheidung, das Hallenbad zu schließen und verwies auf die finanzielle Abhängigkeit hier vom Land. Sie würde sich freuen, wenn die Arbeit des Fördervereins von Erfolg gekrönt wäre und irgendwann wieder bessere Zeiten kommen würden, in denen dann ein Hallen- oder Freibad betrieben werden könne. Sie dankte der DLRG insbesondere auch für die Unterstützung bei den Festen und zur Sicherstellung des Sanitätsdienstes.

Zur „Goldenen Hochzeit“ der DLRG Erlensee gratulierte Landrat Thorsten Stolz. Er betonte, dass trotz der Schließung des Hallenbades hier mit großer Freude gefeiert werden könne. Er dankte den Mitgliedern für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Jeder hätte sich einen anderen Ausgang gewünscht bei der Entscheidung über die Schließung des Hallenbades. „So etwas soll sich im Main-Kinzig-Kreis nicht wiederholen“, so der Landrat, der zudem auf eine beschlossene stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen mit Hallenbädern durch den Main-Kinzig-Kreis informierte. Diese Kommunen sollten auch Unterstützung durch das Land Hessen aus dem Kommunalen Finanzausgleich erhalten, so seine Forderung, mit der er sich aber bisher nicht durchsetzen konnte.

Auch CDU-Landtagsabgeordneter Max Schad bestätigte, dass es auf Landesebene bisher nicht gelungen sei, die Kommunen hier mehr zu unterstützen. Er lobte die DLRG Erlensee für den pragmatischen Umgang mit der Situation und die erfolgreiche Vereinsarbeit, für die er weiterhin alles Gute wünschte.

Sprecher vom Landes- und Bezirksverband betonten ebenfalls in ihren Reden das Engagement der Mitglieder der DLRG Erlensee, die mit viel Herzblut eine gesunde und überaus aktive Ortsgruppe bilden.

In bebilderten Vorträgen wurde die Ortsgruppe vorgestellt

Im Rahmen der Feier wurden auch Ehrungen vorgenommen:

Für 50 Jahre langjährige Mitgliedschaft

Albert Hahn, Michael Horst, Sigrid Horst, Bernd Jehn, Klaus Reitz, Rainer Scholz.

Für 25 Jahre

Alexander Scholz, Bärbel Scholz, Christian Scholz

Für 10 Jahre

Noah Bott, Mirja Rickert, Melina Rickert, Rene Becker, Jonas Dietz, Amy Alice Schilling, Kilian Meyer-Haake, Lucia Belen Niederreiter

 

Verdienstabzeichen in Bronze

David Eduard Lanecki, Jan Thore Petersen, Kevin Grohs-Kliwer, Lena Elsässer, Michelle Mazurkewitz, Nadine Mazurkewitz, Valerie Stupp

Gold mit Brillant

Eckhard Händel, der krankheitsbedingt seine Ehrung nicht persönlich in Empfang nehmen konnte.

 

Für Begeisterung sorgten die Showeinlagen des „Korallen-Kollektivs“ und der Prinzengarde des Rüdigheimer CV

Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld

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