(ms/ea) – Am Dienstagabend wurde Bürgermeisterin Sylvia Braun nach ihrer Wiederwahl im Oktober mit der Ernennung und dem Ablegen des Amtseids in ihre zweite Amtsperiode eingeführt. Zu der im Rahmen einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung erfolgten Amtseinführung konnte Stadtverordnetenvorsteher Guido Rötzler zuvor viele Gäste im vollbesetzten Saal des Stadthauses begrüßen.

In zahlreichen Grußworten wurde die Bürgermeisterin unter anderem für ihre offene Kommunikation und Transparenz in ihrer ersten Amtszeit sehr gelobt und ihr – auch besonders vor dem Hintergrund großer Herausforderungen für alle Kommunen – für die nächsten sechs Jahre alles Gute und viel Kraft gewünscht.

CDU-Bundestagsabgeordneter Pascal Reddig, der zugleich die Grüße von CDU-Landtagsabgeordneten Max Schad überbrachte, betonte in seinem Grußwort, dass es heute keine Selbstverständlichkeit mehr sei, dass Amtsinhaber in ihrem Amt bestätigt würden, und dies auch noch mit solch einem starken Wahlergebnis. Die Bürgermeisterin stehe aufgrund der immer mehr werdenden Lasten für die Kommunen vor extrem schweren Aufgaben.

Auch Landrat Thorsten Stolz hob das Wahlergebnis von 74% hervor, welches ein persönlicher Erfolg für die Bürgermeisterin sei, und Dank sowie Wertschätzung bedeute. Auch der volle Saal bei der heutigen Amtseinführung zeige den starken Rückhalt aus allen Stadtteilen. Er beschrieb ebenfalls die großen Herausforderungen, unter denen alle Kommunen zu leiden hätten, betonte aber auch, dass sie froh sein kann, in dieser tollen Stadt Bürgermeisterin zu sein, denn Bruchköbel sei attraktiv, leistungsstark und besitze ein starkes bürgerliches Engagement.

Bürgermeister Stefan Erb, der in seiner Funktion als Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung und als Amtskollege der benachbarten Stadt Erlensee sprach, wies darauf hin, dass die Wählerinnen und Wähler den Menschen sehen würden, der hinter dem Amt stehe. Bei Sylvia Braun seien sie sich daher mit weit überwiegender Mehrheit einig gewesen: „Das passt, so soll es weitergehen!“. So stark wie ihr Wahlergebnis sei die wiedergewählte Bürgermeisterin auch selbst: „Eine Powerfrau“.

Johannes Heger vom hessischen Städte- und Gemeindebund zählte in seinem Grußwort viele Themenbereiche auf, für die eine Kommune zuständig sei und kritisierte die von Seiten des Bundes und des Landes in Richtung Kommunen delegierten zunehmenden Pflichten. Er betonte, ohne Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sei eine Stadt nicht handlungsfähig und hoffe auf stabile Mehrheiten nach der Kommunalwahl.
In weiteren Grußworten der Vorsitzenden der im Bruchköbeler Stadtparlament vertretenen Fraktionen wurde unisono die transparente und ausführliche Informationspolitik der Bürgermeisterin gelobt. Die Gremienarbeit habe sich mit ihr sehr zum Positiven geändert. Außerdem habe die Bürgermeisterin als „Frontfrau“ in Bruchköbel immer alle Beteiligten mitgenommen. Alle betonten, man stehe als Team zusammen, um Bruchköbel voranzubringen.
Dass eine Bürgermeisterin auch Personalchefin sei, verdeutlichte Karin Trauppell-Daus vom Personalrat der Stadt Bruchköbel. Personalführung erfolge meist im Stillen und erfordere die richtige Einschätzung, was personell leistbar sei. Sie freue sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin.
Pfarrer Fabian Witmer sprach im Namen der Bruchköbeler Kirchengemeinden ein großes Dankeschön aus für die gute Zusammenarbeit und auch dafür, dass die Bürgermeisterin die Herausforderungen annehme. Er habe sie so kennengelernt: „Hart in der Sache und herzlich in der Begegnung“!


Das Team der Stadtverwaltung sei stolz auf die „Chefin“, erklärte Erster Stadtrat Oliver Blum im Beisein der Führungskräfte aus der Stadtverwaltung, die ihr eine Jacke mit entsprechender Aufschrift überreichten. Man sei dankbar für die Offenheit und auch die Art, wie die Bürgermeisterin motivieren könne.
Die so gelobte und ausgezeichnete „Chefin“ stellte anschließend in ihrer Ansprache Dankesworte und auch Persönliches in den Mittelpunkt:
Sie freue sich sehr, so viele Wegbegleiter unter den Anwesenden zu sehen, die ihr sehr ans Herz gewachsen seien und dankte allen Anwesenden, dass sie so zahlreich zu ihrer zweiten Amtseinführung gekommen seien. Zumal sich diese von ihrer ersten sehr unterscheide, denn diese fand damals im Jahr 2020 unter Corona-Bedingungen im kleinesten Kreise statt.
Rückblickend stellte sie fest, dass die vergangenen sechs Jahre nicht langweilig gewesen seien. Man habe – parallel zu den lokal nicht beeinflussbaren Ereignissen in der Welt – unter anderem das Stadthaus gebaut, die Verwaltung neu strukturiert, die Stadt verschönert, Kriegsflüchtlinge untergebracht, das neue Butterstädter Feuerwehrhaus eingeweiht, das Stadtgründungsjubiläum gefeiert, neue Veranstaltungsformate eingeführt und die Städtepartnerschaft reaktiviert.
Ihrer Familie sprach sie in sehr persönlichen Worten ihr großes Dankeschön aus für den Rückhalt und die große Unterstützung von Anfang an. Sie sei damals als Quereinsteigerin ins Parlament gekommen, sei im Elternbeirat gewesen und habe ihren Beruf als Polizeibeamtin sehr gerne ausgeführt. „Es gibt übrigens kaum einen Beruf, der besser für das Bürgermeisteramt vorbereitet, als der Polizeiberuf“, so die Bürgermeisterin, die sich sehr freue, auch weiter viele Schnittmengen mit der Polizei als Bürgermeisterin zu haben.
Sie werde auch weiterhin versuchen, ihr Amt überparteilich auszuüben und versprach, „auch in den kommenden sechs Jahren 100 % für die Stadt Bruchköbel zu geben.“
Sie sprach den Bürgerinnen und Bürgern „nach der 6-jährigen Probezeit ein großes Dankeschön aus für die Vertragsverlängerung“ und gab sich zuversichtlich, dass auch nach der Kommunalwahl die demokratischen Parteien so konstruktiv zusammenarbeiten wie bisher.

Für die musikalische Umrahmung sorgte QUINTeSENSE
Auf dem Titelfoto: Bürgermeisterin Sylvia Braun legt den Amtseid ab im Beisein von Stadtverordnetenvorsteher Guido Rötzler (rechts) und Oliver Blum (Erster Stadtrat)
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
