Ausstellung „FrauenLeben in Erlensee“: Die Organisatorinnen berichten über die gelungene Veranstaltung

(pm/ea) – Margret Reinhold, die Initiatorin dieser Veranstaltung und ihr  Team – Waltraud Borngräber, Jutta Hess, Vera Klarmann, Renate Tonecker-Bös und Gerhild Wissel – luden zu dieser privat organisierten Veranstaltung ein.

Die Organisatorinnen berichten:

Es gibt viele, bereits bekannte Frauen, die sich für ihre Überzeugung einsetzen, die forschen, die mutig sind, sich engagieren und die Welt verändern. Unsere Fragestellung war, frei nach Goethe ausgedrückt:

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“

Gib es hier in Erlensee nicht auch Frauen, die diese Beachtung verdient haben, die wir mit unserer Ausstellung sichtbar machen können? – Unser Anliegen war es, diese Frauen vorzustellen und deren Engagement und Leben in Form von Steckbriefen in einer Ausstellung zu dokumentieren.

140 Gäste kamen und wollten mehr über diese Frauen aus Erlensee erfahren.

Wer sind die Frauen hier vor Ort, wie ist ihr Leben?

Was machen sie, was haben sie gemacht, wofür kämpfen sie, haben sie gekämpft, wofür setzen sich ein, oder haben sich in der Vergangenheit eingesetzt und welchen gesellschaftlichen Beitrag leisten sie oder haben sie geleistet?

Ausgestellt wurden 75 Steckbriefe, mit vielen weiteren Informationen zur Geschichte, der Politik und dem Ortsgeschehen, erweitert durch eine beträchtliche Sammlung von alten Fotos.

Dafür wurde im Vorfeld recherchiert, telefoniert, gegoogelt, gemailt, der Geschichtsverein zur Rate gezogen, Damen wurden besucht und interviewt, Angehörige angesprochen, Plakate entworfen, ein Pressetext verfasst und Handzettel verteilt …

Es war eine, auch zeitliche, Herausforderung innerhalb von 8 Wochen, die einzelnen Steckbriefe zu gestalten bzw. zu formulieren. Wir lasen, teils lange Lebensläufe, von engagierten Frauen, die sich in ihrer Freizeit, in der Politik, der Kirche oder anderen Organisationen für die Schwachen, die Senioren, aber auch für die Integration von Flüchtlingen und vor allem für die Stärkung und die Zukunft unserer Kinder eingesetzt haben, für ihre Idee kämpften – und noch immer tun.

Manche von ihnen, die wir besucht haben, wenn es Unklarheiten im Steckbrief gab, berichteten von anderen Frauen, über die wir doch unbedingt auch einen Steckbrief schreiben sollten und ganz oft erklärten sie, bescheiden wie sie waren, dass ihre Arbeit doch etwas ganz Selbstverständliches sei. Es waren Begegnungen mit sehr herzlichen und zugewandten Frauen.

Manchmal dachten wir, was diese Damen so unermüdlich alles leisten, dafür bräuchte man eigentlich mehrere Leben! Häufig kam es vor, dass wir beim Lesen der Steckbriefe dachten:
„Meine Herren!“ Und dann mussten wir schmunzeln und sagten uns:  Nein, es muss heißen, …. „MEINE DAMEN!“

Unser Fazit: Es gibt sie, die ganz besonderen Frauen in Erlensee, aber es gibt bei Weitem noch nicht von allen einen Steckbrief, deshalb gibt es eine Fortsetzung der Ausstellung.

Wir danken allen Frauen, über die wir einen Steckbrief schreiben durften, den Dudelsackspielerinnen der Gruppe Les Biches Blanches, Sylvia Ostermayer und Karin Nau, den Teilnehmerinnen der Sportgruppe „Strong Nations“ für ihre Power-Vorführung, allen Kuchenspenderinnen, den Frauen vom Bürgerverein für Soziales Erlensee e.V., Manuela Schilling, Christina Hoberg, Monika Reuter, Erwin Hirchenhain, Werner Borngräber, Bürgermeister Stefan Erb, den Hausmeistern und allen nicht namentlich genannten helfenden Händen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. April 26 in der Stadtbücherei in Erlensee, Langendiebacher Str. 35 a / Eingang Konrad-Adenauer Straße, zu den gewohnten Öffnungszeiten zu besichtigen.

Einträge aus dem Gästebuch:

Was für eine wunderbare Ausstellung!

Eine tolle Ausstellung im Namen weiblicher Solidarität!

Frauen sollen, müssen, dürfen sich trauen!

Ich bin überrascht und froh, dass dieser wichtige Tag gefeiert wird!

Toll, dass so viele starke Frauen anwesend sind!

 

Fotos: PM

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