Leserbrief als Antwort auf den Leserbrief von Beate und Peter Seikel

In einem Leserbrief antwortet Thomas Horn (AfD Erlensee) auf den Leserbrief von Beate und Peter Seikel.

Zunächst zum angesprochenen Flugblatt: Sollte es trotz eines „Keine Werbung“-Aufklebers zugestellt worden sein, bedauern wir das. In der Regel werden diese Hinweise beachtet.

Zur Frage der Wohnungsvermietung: Wenn wir mehr Entscheidungsfreiheit für Vermieter fordern, geht es nicht darum, Wohnen teurer zu machen, sondern den Wohnungsmarkt für Investoren wieder attraktiver zu machen. Instrumente wie die Mietpreisbremse haben aus unserer Sicht nicht zu mehr Wohnraum geführt, sondern Investitionen gebremst. Unser Ziel ist mehr Wohnungsbau und damit langfristig auch eine Entlastung bei den Mieten.

Beim Thema Energiepolitik vertreten wir eine andere Auffassung. Die AfD kritisiert die derzeitige Energiewende, weil sie zu steigenden Kosten, Versorgungsschwankungen und einer wachsenden Belastung für Bürger und Wirtschaft geführt hat. Wir setzen stattdessen auf einen technologieoffenen Energiemix, der Versorgungssicherheit und bezahlbare Preise gewährleistet.

Beim Thema Sexualerziehung geht es uns nicht darum, Aufklärung zu verhindern. Vielmehr vertreten wir die Auffassung, dass die altersgerechte Erziehung und Wertevermittlung in erster Linie Aufgabe der Eltern ist und Schulen hier sensibel und maßvoll vorgehen sollten.

Migration ist auch auf kommunaler Ebene ein relevantes Thema, weil Städte und Gemeinden die praktischen Folgen von Zuwanderung – etwa bei Wohnraum, Kitas oder Schulen – unmittelbar bewältigen müssen. Wenn Bürger den Vertretern im Rathaus Überforderung signalisieren, besteht offensichtlich Handlungsbedarf.

Als bürgerlich-konservative Politik stehen wir für die soziale Marktwirtschaft, mehr Eigenverantwortung der Bürger statt übermäßiger staatlicher Eingriffe und Bevormundung sowie für einen starken Rechtsstaat, der für Sicherheit und Ordnung sorgt. Damit vertreten wir die Interessen der breiten Bevölkerung – von Arbeitnehmern über Selbständige bis zum Mittelstand.

Uns sind bewährte Traditionen und die Pflege unserer kulturellen Werte wichtig. Wir verschließen uns gesellschaftlichen Veränderungen nicht, wollen diese jedoch mit Augenmaß gestalten, damit die Toleranzbereitschaft der Bürger nicht überfordert wird.

Immer mehr Bürger in Erlensee teilen diese Positionen mit uns. Unsere künftige Arbeit in den politischen Gremien der Stadt wird sicher dazu beitragen, die Wahrnehmung – auch die der Familie Seikel – zu verändern.

 

Thomas Horn
Erlensee

 

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