Handballer der MSG Hanau/Erlensee können wieder positiv in die Zukunft blicken

(pm/ea) – Vor fast drei Jahren, als die MSG Hanau/Erlensee aus der Bezirksliga A abstiegen war, hätte kaum jemand auf eine gute Zukunft der Handballer gesetzt.

Verletzungen, Abgänge und andere Widrigkeiten machten der Mannschaft von Trainer Werner Reidelbach zu schaffen. Manchmal standen nur sieben, acht Spieler zur Verfügung. Die Jugendteams hatten ebenfalls mit Spielermangel zu kämpfen und waren vom Alter ohnehin noch ziemlich weit davon entfernt, die „Erste“ zu verstärken.

Mittlerweile hat sich die Lage geändert, die Männerspielgemeinschaft aus der Turngemeinde Hanau und dem Sportverein Erlensee kann wieder zuversichtlich nach vorne schauen. Zwar verlief die bisherige Saison in der Bezirksliga B mit einem ausgeglichenen Punktekonto durchwachsen, doch das Fundament ist ein ganz anderes, viel stabiler: Nach einer erfolgreichen Aufbauarbeit hat der erfahrene Reidelbach, der als Spieler unter anderem für den TV Gelnhausen und den TSV Lohr aktiv und viele Aufstiege feierte, manchmal die „Qual der Wahl“, wenn er über die 16 Plätze für den Spieltag entscheidet. Inzwischen wird sogar darüber nachgedacht, mittelfristig eine zweite Mannschaft zu melden, um manchen noch mehr Spielpraxis zu geben und ein Sprungbrett für die Jugend zu schaffen. Vor ein paar Jahren wäre das noch undenkbar gewesen. Reidelbach, der weite Anfahrten aus seiner fränkischen Heimat auf sich nimmt, ist stolz: „Mir gefällt, wie das Team zusammenhält und wie sich die Spieler verbessern“, sagt der Trainer. Auch die Neuzugänge fühlen sich wohl bei der MSG.

Dass das Potenzial viel größer geworden ist, liegt an routinierten, starken Neuzugängen wie Rückkehrer Cedric Rochelle und Steven Pleß – beide kamen von der HSG Dietesheim/Mühlheim – sowie an Talenten wie Karol Zdrzalek und einigen Quereinsteigern, die in kurzer Zeit enorme Fortschritte gemacht haben. Sie werden von langjährigen Leistungsträgern wie Tobias Altstadt, Domenic Schildger und Robin Preis geführt.

Letzterer hat zusammen mit Reidelbach, der schon höherklassige Mannschaften trainierte, dafür gesorgt, dass es in Erlensee nach langer Zeit wieder eine männliche B- und C-Jugend gibt – mit einer ganzen Reihe an vielversprechenden Spielern. Auch dort setzen die Trainer vor allem auf ein intensives Training, individuelle Förderung und Zusammenhalt. Einige von den jungen Spielern haben schon an Trainingslagern der Männermannschaft teilgenommen. Das Ziel: besser werden und zusammenwachsen.

Dass die MSG in der Vorrunde nicht mehr Punkte geholt hat, führt Trainer Werner Reidelbach in erster Linie darauf zurück, dass die Mannschaft noch nicht richtig eingespielt ist und in manchen Situationen disziplinierter hätte sein müssen, auch taktisch. „In dieser Saison geht es aber in erster Linie darum, dass wir uns stabilisieren, weiterentwickeln und einspielen.“ Zeil sei es, am Ende in der ersten Tabellenhälfte zu landen. Und wenn jeder Einzelne und die Mannschaft insgesamt weiter an sich arbeite, so Reidelbach, könnte es in der nächsten Saison für etwas mehr reichen. Der erfolgreiche Start in die Rückrunde spricht dabei für sich.

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