(pm/ea) – „Am 18.11.2021 wurde in der Stadtverordnetenversammlung der Grundsatzbeschluss zur Kernsanierung des Rathauses gefasst. Grundlage war die zuvor vorgestellte Wirtschaftlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2021. Darin wurde die Kernsanierung mit einer Größenordnung von rund 16 Millionen Euro kommuniziert“, so die FREIEN WÄHLER Erlensee in einer Pressemitteilung.
Weiter heißt es darin:
Heute wird für sämtliche Kalkulationen ein Betrag von rund 36,5 Millionen Euro herangezogen.
In einer aktuellen Pressemitteilung erklärt die Stadtverwaltung, dass in den drei bislang vergebenen großen Gewerken – Abbruch, Betoninstandsetzung und Rohbau – die Kosten „aktuell im Durchschnitt rund 29 % unter den Ansätzen der genehmigten Kostenberechnung“ liegen.
Dabei handelt es sich um ein Zwischenergebnis aus einzelnen Gewerken – nicht um eine Aussage zu den Gesamtkosten des Projektes.
Die entscheidende Frage lautet daher:
Auf welche konkrete Kostenberechnung bezieht sich dieser Vergleich?
Bezieht er sich auf die ursprüngliche Entscheidungsgrundlage aus dem Jahr 2021? Oder auf eine inzwischen fortgeschriebene Gesamtkalkulation?
Nur wenn diese Vergleichsbasis transparent benannt wird, lässt sich die Aussage sachlich einordnen.
Sollte sich der Vergleich auf die fortgeschriebene Kalkulation beziehen, handelt es sich nicht um Einsparungen gegenüber der damaligen Größenordnung, sondern um Abweichungen innerhalb einer inzwischen mehr als verdoppelten Gesamtsumme.
Genau deshalb haben wir für die Stadtverordnetenversammlung am 26.02.2026, über den Stadtverordneten Sascha Schneider, eine umfassende Anfrage an den Bürgermeister eingebracht.
Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren:
• Wie hoch ist die aktuelle Gesamtkostenprognose?
• Wie hoch ist die Abweichung zur damaligen Entscheidungsgrundlage?
• Wie hoch sind die tatsächlichen Einsparungen in Euro – nicht nur in Prozent?
• Welche Fördermittel sind verbindlich zugesagt?
• Wie hoch ist die verbleibende Kostenreserve?
36,5 Millionen Euro sind eine haushaltsprägende Summe. Sie betreffen den städtischen Haushalt und damit jeden Bürger.
Erlensee braucht nachvollziehbare Zahlen statt verkürzter Prozentvergleiche. Am Wahltag geht es genau darum, so die FREIEN WÄHLER Erlensee abschließend.
