Heinz Hunn kritisiert in seinem Leserbrief den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu höherer Kostendeckung bei den KiTa-Gebühren.
Die Mehrheit, bestehend aus SPD und CDU, in Erlensee hat beschlossen, junge Familien mit einer erhöhten Kostendeckung im Bereich der Kita-Gebühren stärker zu beteiligen, heißt im Klartext, die Kitagebühren sollen angehoben werden oder wie soll das sonst gehen? Oder wollen die Stadtverordneten beider Fraktionen die Erzieherinnenteams verkleinern und die Gruppengrößen weiter anheben?
Ausgerechnet sollen weiterhin junge Familien stärker belastet werden, anstelle diese zu entlasten und zu fördern. Die Doofen sind die Eltern, welche arbeiten gehen, denn die Stadt kann nur an der Gebührenschraube drehen bei den Eltern, welche ein Betreuungsplatz am Nachmittag brauchen. Heute macht sich die Stadt schon einen schlanken Fuß und konzentriert sich mit der Gebührenfreiheit schwerpunktmäßig in den Vormittagsbereich. Es wäre doch an der Zeit, dass beide Fraktionen mit ihren Kreistags-, Landtags-, und Bundestagsabgeordneten übereinkommen, dass unsere Zukunft, die Kinder sind es und deren Familien gestärkt werden müssen.
Ich höre nur das Gejammere. Das Land Hessen greift schon tief in die Tasche und finanziert weitestgehend die Gebührenfreiheit (übrigens und somit einem großen Anteil vom gesamten Bedarf hier in Erlensee schon von unserem Steuergeld) am Vormittag. Jedoch bekommt die Landesregierung nicht die Kurve, ein reformiertes und optimiertes Kitagesetz auf die Beine zu stellen, welches noch weiter die Kommunen und die Kitabetriebe, die Eltern entlastet. Da müssen die Drähte innerhalb der Fraktionen bis zum Land zum Glühen gebracht werden um die grundlegenden Entscheidungen herbei zu führen, und nicht unten die Bevölkerung weiter zu belasten. Eltern engagieren sich schon sehr prächtig an und zur Entlastung der Betriebe unserer Kitas entlang mit ihrem Engagement in Fördervereinen und in den Elternbeiräten und sind die Letzten, die Nein sagen, wenn es gilt, mit anzupacken. Jetzt gilt es zudem frühzeitig die Eltern in den Beratungsprozess mit einzubeziehen, gemeinsam gute Wege zu finden und gemeinsam Entscheidungen zu finden, welche die jungen Familien entlasten und umzusetzen und nicht die Eltern wieder vor vollendete Tatsachen mit höheren Gebühren zu stellen. Auch gilt es, mit dem Personal zu beraten und die Gewerkschaften sind zu hören und sind mit einzubeziehen.
Heinz Hunn
Erlensee
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