(ms/ea) – Mit der Niederschlagssumme von 14,5 l/m² war der Dezember in der vierzigjährigen Messreihe der Wetterstation Erlensee der zweittrockenste nach dem Dezember im Jahr 2016 mit 12 l/m². Er erreichte damit nur 23 % des 30-jährigen Mittels 1991-2000 und 27 % des vorhergehenden Mittels 1961-90.
Trotz der seit Weihnachten andauernenden winterlichen Kälte fiel er mit 4,2 °C zu warm aus: Gegenüber 1991-2000 um 1,1 °C, gegenüber 1961-90 um 2,4 °C. Dafür sorgte insbesondere das erste Monatsdrittel mit Tageshöchsttemperaturen von 15,4 °C am 8. und 9.
Ab Heiligabend fiel das Thermometer nachts deutlich unter den Gefrierpunkt, am 29. und 31. wurde mit jeweils -7,5 °C die tiefsten Temperaturen im letzten Monat des Jahres gemessen.
Mit einer Windböe von 48 km/h aus Nordost wurde an Heiligabend die höchste Windgeschwindigkeit in diesem Dezember gemessen.
Am 30. konnte morgens eine Schneedecke verzeichnet werden.
Im Deutschland-Überblick berichtet der DWD von einem extrem sonnigen und sehr trockenen Dezember mit milden Noten und winterlichem Finale
Der Dezember 2025 stand in Deutschland unter Hochdruckdominanz und verlief außergewöhnlich sonnig sowie sehr trocken. Nach milden Phasen mit teils frühlingshaften Temperaturen meldete sich pünktlich zu Weihnachten der Frost und ließ den Monat winterlich ausklingen.
Überwiegend milder Dezember – ab den Festtagen winterlich
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Dezember 2025 mit 3,1 Grad Celsius (°C) um 2,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,8 °C). Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 (1,8 °C) betrug die Abweichung 1,3 Grad. Zunächst überwog ein milder Verlauf mit einer frühlingshaften Spitze zum Ende der ersten Dekade, als im baden-württembergischen Hechingen am 9. mit 17,1 °C der höchste Wert des Monats gemessen wurde. Pünktlich zu Weihnachten, das vielerorts das kälteste Fest seit 15 Jahren war, stellte sich eine östliche Strömung ein. In Verbindung mit eisigem Wind erreichte der Dezember sein Temperaturminimum, regional begleitet von strengem Nachfrost. Auch der Monatsausklang erfolgte in winterlicher Manier.
Letzter Monat des Jahres 2025 ungewöhnlich niederschlagsarm
Im Dezember fiel deutschlandweit die ungewöhnlich magere Menge von 22 Litern pro Quadratmeter (l/m²) und damit nur rund 31 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (70 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 erreichte die Monatsmenge ebenfalls etwa 31 Prozent des Referenzwertes (71 l/m²). Ersten Berechnungen zufolge zählte der Monat damit zu den zehn trockensten Dezembern seit 1881. Nennenswerte Niederschläge konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf die erste Monatsdekade, mit der höchsten Tagesmenge von 63,5 l/m² am 7. in Sankt Blasien-Menzenschwand im südlichen Schwarzwald. Die höchsten Monatsmengen wurden ebenfalls aus dem Schwarzwald und Teilen NRW mit über 50 l/m² gemeldet. Zum Monatsende bildete sich vor allem in den Mittelgebirgen eine Schneedecke.
Einer der sonnigsten Weihnachtsmonate seit Messbeginn 1951
Mit vorläufig 68 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer im Dezember den Vergleichswert von 38 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um 79 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (42 Stunden) betrug das Plus rund 62 Prozent. Nach aktuellem Stand brachte nur der Dezember 1972 mit 76 Stunden mehr Sonne. Besonders sonnig war es im östlichen Bergland und in Süddeutschland, wo teils über 100 Stunden registriert wurden.
Rückblick für Hessen:
In Hessen war der Dezember 2025 von einer ausgeprägten Hochdrucklage geprägt. Dabei war es überwiegend mild mit einer frühlingshaften Spitze von 15,7 °C am 9. in Schaafheim-Schlierbach. Ab dem Heiligen Abend stellte sich winterliche Witterung mit böigem Ostwind ein und am 29. sank die Temperatur in Löhnberg-Oberhausen, im Lahn-Dill-Kreis, auf -9,5 °C. Das Flächenmittel der Lufttemperatur lag bei 3,2 °C und damit um 2,4 Grad über dem Klimawert (0,8 °C). Der Flächenniederschlag summierte sich auf ungewöhnlich geringe 24 l/m² (77 l/m²) und blieb damit rund 70 Prozent unter dem Soll, wobei auch hier der 7. den einzigen nennenswerten Regentag markierte. Zugleich erreichte die Sonnenscheindauer außergewöhnliche 60 Stunden, ein Plus von etwa 88 Prozent gegenüber dem Mittel (32 Stunden).
Bericht und Grafik: Markus Sommerfeld
