Neues aus dem Tierreich des Wildparks Alte Fasanerie Hanau

(pm/ea) – Vor kurzem standen medizinische Eingriffe bei beiden Tundrawölfen an. Der Eingriff verlief zunächst ohne offensichtliche Komplikationen. Doch am nächsten Morgen verstarb leider ein Tundrawolf. Der Verlust kam völlig unerwartet und hat alle Beteiligten tief erschüttert.

Warum es zu diesem tragischen Ausgang kam, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Es kann viele Gründe geben, warum ein Tier eine Narkose oder eine Operation nicht überlebt. Mögliche Ursachen reichen von unentdeckten Vorerkrankungen wie einem Herzfehler bis hin zu anderen, nicht vorhersehbaren körperlichen Schwächen. Trotz aller Sorgfalt bleibt bei jedem medizinischen Eingriff ein Restrisiko bestehen. Und eine abschließende Klärung ist oft schwierig, da Wildtiere Symptome lange verbergen.

Besonders schmerzhaft ist der Verlust für die beiden verbliebenen Geschwister im Gehege. Vor allem der Bruder vermisst den verstobenen Wolf sichtbar. Ihr Verhalten macht deutlich, wie eng die sozialen Bindungen innerhalb eines Wolfsrudels sind. Wölfe sind hoch sozialisiert, ihre Bindungen untereinander sehr eng – der Tod eines Rudelmitglieds hinterlässt eine spürbare Lücke.

Mitte Dezember kamen 4 kleine Zicklein zur Welt. Die kleinen Ziegen entdecken derzeit die Welt und toben trotz der niedrigen Temperaturen wild durch das Gehege. Schon jetzt sorgen die kleinen Sprungkünstler für Begeisterung im Wildparkteam und bei Besuchern.

Zuwachs gibt es auch bei den Heckrindern. Ein neuer Bulle ist im Wildpark angekommen. Die Nachzüchtung der Auerochsen, der wilden Stammform der Hausrinder, sind ein wichtiger Bestandteil des Wildparks. Das imposante Tier aus dem Neandertal soll künftig zur Erhaltung der robusten Rinderrasse beitragen. Die Herde war sofort neugierig auf den imposanten Herrn. Der Bulle wurde reibungslos in die Herde aufgenommen. Das gesamte Wildparkteam freut sich schon jetzt auf zukünftigen Nachwuchs.

Foto: Michael Joest

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