In einem Leserbrief schreibt Heinz Hunn von „einer Ungeheuerlichkeit gegenüber den jungen Familien im Stadtteil Alt-Rückingen und gegen eine gewachsene Stadtteilentwicklung der dort lebenden Menschen und Generationen in ihrem Lebensverbund“ und kritisiert scharf die Ev. Kirchengemeinde Erlensee wegen des Umzugs der Ev. KiTa nach Langendiebach.
Die evangelische Kirchengemeinde Erlensee hat jetzt auch ihre KiTa in Rückingen bis zur Unnutzbarkeit heruntergewirtschaftet und hat jetzt so ganz beiläufig einen Tag vor den Weihnachtsfeiertagen den jungen Familien und deren Verwandten eine neue Hürde in den Weg gelegt und ihnen die Bürde auferlegt, dass sie sich entweder einen anderen KiTaplatz im Sadtteil in möglichst Wohnortnähe suchen sollen oder sie sich täglich 2 mal auf den Weg nach Langendiebach gefälligst machen sollen oder sich gar eine Mitfahrgelegenheit suchen müssen.
Sie sollen ab Mitte 2026 zu Lasten der neu geschaffenen Plätze in der neuen KiTa Fröbelstraße belegen und die Kirchengemeinde will anschließend das jetzige Kitagebäude in Rückingen aufgeben und nicht für die Erhaltung für den Weiterbetrieb planen und investieren, ergo will sie sich erneut auf Kosten der Allgemeinheit der Bürger mit deren Abgaben an Grund- und über die Gewerbesteuer ihrer Altlasten entledigen und ihrer Verantwortung für einen nachhaltigen Erhalt der Gebäudesubstanz für die Bürger in Rückingen, für die dortige Bevölkerung die weitere Verantwortung für den Erhalt nicht sorgen. Ich befürchte, dass im gleichen Atemzug das evangelische Gemeindehaus zur Disposition gestellt wird und somit als Gesamtgelände verkauft werden soll. Wieder eine Auflösung eines Bürger- und Jugendtreffs. Eine Aufgabe eines gewachsenen und gelebten Lebensmittelpunktes. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Stadt hier wieder mehrere Hunderttausende € in die Hand nehmen kann und wird um den Ausputzer zu spielen.
Kann man nicht verlangen, dass die Kirche das mit der Fröbelstraße eingenommene Geld, Verkauf des maroden Gemeindehauses an die Stadt, Abriss der alten Kita und des Gemeindehaus inkl. Altbestand auf Kosten der Stadt, des Geländes – Planung und Neubau der neuen Kita und des Jugendzentrums-Neueinrichtung der Räumlichkeiten und der Aussenanlagen- Sanierung der Fröbelstraße, etc. Sanierung ihre existierende Infrastruktur nachhaltig in Ordnung bringt und weiter betreibt?
Beim Neubau der dortigen bestehenden Gebäude flossen garantiert auch schon öffentliche Gelder, und wenn die Grundstücke nur nach dem Erbbaupachtrecht überlassen wurden. Die Stadt hat in ihrer Verantwortung und in ihrer Pflicht gehandelt, hat der Kirchengemeinde die marode Kita in Langendiebach samt Gemeindehäusern abgekauft, hat das Gelände saniert und ihr ein niegelnagelneues Kitagebäude samt Jugendzentrum samt neuer Einrichtung für gutes Geld hingestellt und überlässt es jetzt wieder der Kirche.
In diesem Zusammenhang stelle ich die Frage, wer zukünftig die Bauunterhaltung für das neue Anwesen in der Fröbelstraße übernimmt und finanziell trägt. Etwa auch die Stadt? Um die Gewährleistung zu erhalten und zu gewähren müssen ja bestimmte Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ob am Aufzug, an den Eingangstüren an den Zäunen oder an den Außenspielgeräten durchgeführt und finanziert werden. Gewährleistung von 5 Jahren wird oftmals nur bedingt gewährt und ist mindestens an Wartungsverträge gebunden. Festgelegt ist, wofür die Eigentümerin und der Pächter, die Betreiber verantwortlich sind. Gibt es ein nachhaltiges Konzept? Stellt die Kirche oder die Stadt eine Haustechnikerin, einen Hausmeister an? Um eine Entwicklung wie in der ehemals Fröbelstr. oder jetzt in Rückingen zu vermeiden?
Es kann und darf nicht sein, dass sich die Kirchengemeinde so mirnichts dirnichts ohne Verantwortungsbewusstsein verabschiedet. Mit dem Finger auf die schwindenden Kirchenmitglieder zu zeigen ist obendrein mehr als dreist. Woran dies wohl liegt? Die Kirche schafft sich aus meiner Sicht im wahrsten Sinne selbst ab.
Hinzu kommt, dass die Gruppen in den vorhandenen Kitas dadurch voller werden und dadurch deren pädagogischen und bildungspolitischen Auftrag minimieren müssen, das vorhandene Personal näher an ihre Belastungsgrenze herangeführt wird. Die Grundschullehrkräfte dürfen das entstehehende Defizit dann ausbügeln.
Die Anwohner der Fröbel- und August Bebel Straße. müssen ein noch höheres Verkehrsaufkommen ertragen und werden darüber nicht gerade hoch erfreut sein.Vorklassenkinder müssen dann von der Fröbelstraße mit dem Taxi zu Lasten des MKK an die Rückiner Grundschule gebracht bzw. dort wieder abgeholt werden. Der MKK belastet im Umkehrschluss die Stadt, uns über die erhöhte Schulumlage oder fordert zusätzliche Gebühren von den Eltern für Ganztagesbetreuungsplätze entlang unserer Grundschulen.
Unterm Strich hat uns alle diese bisher an den Tag gelegte Vorgehensweise der evangelischen Kirche die Stadt schon mindestens so viel Geld gekostet (Ankauf des kompletten Anwesens Fröbelstrasse, Abriss; Sanierung des Baugrundstücks, Planung, Ausführung und Neueinrichtung des Neubaus, Aufstellung und Betrieb der Container im Sandweg. Betrieb des Jugendzentrums in der Restfallbachhalle), dass wir die Fallbachhalle hätten sanieren und weiterbetreiben können und zudem die Sanierungsnotwendigkeiten des Hallenbades stemmen hätten können, somit weiter einen regelmäßigen und dringend notwendigen Schul- und Vereinssport ermöglichen gekonnt. Unsere Kinder hätten das Schwimmen weiter hier vor Ort erlernen können und, und.
Jetzt legt die Kirche nochmal richtig nach, in dem Sie die Kita in Rückingen nicht saniert, diese nicht weiterbetreibt. Der frisch wiedergewählte Bürgermeister Erb, der sich nicht nur um die optimalste Kinderbetreuung im MKK einen Namen gemacht hat und sich damit schmückt, wird vorgeführt und er und wir sollen auf einen erheblichen Neuanteil an geschaffenen und finanzierten Betreuungsplätze verzichten und seine und unsere vorhandenen Einrichtungen samt Personal stärker belasten.
Jetzt gilt es, einen Schlussstrich zu ziehen und der Kirche deutlich zu machen, dass sie ihren Verantwortungen nachkommen müssen. Das Geld haben wir ihr ja schon gegeben. Die Sandweg Container können am ev. Gemeindehaus in Rückingen neu aufgestellt und betrieben werden oder sie können nur zeitlich begrenzt in die Fröbelstrasse umziehen, das Kitagebäude und das Gemeindehaus der Kirche in Rückingen gehören nachhaltig saniert und müssen weiterbetrieben werden.
Wie aus dem Nichts taucht am Ende des Jahres die katholische Kirchengemeinde auf und braucht weiteres öffentliches Geld, um ihren Kitabetrieb stemmen zu können, das geht mittlerweile auf die 100% der Finanzierung zu und es stellt sich die Frage, warum schaffen es diese beiden konfessionellen freien Träger nicht mehr aus eigener Kraft ihre Zukunft, die Kinderbetreuung, nicht mehr mit eigenen Mitteln und Engagement in ihrer Verantwortung stemmen und auf die Reihe bekommen.
Heinz Hunn
Erlensee
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