(pm/ea) – Mit dem Orgel-Triduum, einem dreitägigen Fest, feierte und begrüßte die Kesselstädter St. Elisabeth Gemeinde ihre neue Chor-Orgel, neu errichtet auf der Seitenempore der Kirche als Instrument zur Begleitung musizierender Gruppen unterschiedlicher Größe.
Sie ist erbaut als klangliche Ergänzung zur vorhandenen großen Orgel aus dem Jahr 1978, mit einem innovativen technischen Konzept und einem gemeinsamen neuen Spieltisch, von dem aus nicht nur die Chororgel, sondern auch die große Orgel angespielt werden kann.
Drei unterschiedliche Gesangsgruppen wirkten an den Festtagen mit: Mit über hundertjähriger Tradition begleitete der Kirchenchor St. Elisabeth die feierliche Erweckung und Weihe der Orgel durch den Fuldaer Weihbischof Karlheinz Diez am Festtag der Patronin der Musica Sacra, der Heiligen Cäcilia. Mit neun Wachrufen forderte der Bischof die Orgel zum Spiel heraus, „zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen in allen Lebensbereichen“. Kantor Dr. Krystian Skoczowski brachte als Antwort darauf zum ersten Mal die ganze Klangfülle im voll besetzten Kirchenraum zum Klingen. „Die Orgel als Königin der Instrumente birgt ein ganzes Orchester in sich. Wir staunen, dass in so kurzer, aber intensiver Zeit ein solch umfassendes Werk geplant, ausgeführt und auch finanziert wurde. Gut 400.000,– kamen innerhalb von knapp fünf Jahren durch kleine und große Spenden mit einem vorbildlichen Fundraising und vielen Aktionen zusammen“, so Weihbischof Karlheinz Diez in seinem Dank an den Förderkreis und die Spender. Der Bischof ließ es sich nicht nehmen, mit den Kindern und Messdienern auf der Empore die Orgel und den Chor mit Weihwasser und Weihrauch zu segnen.

In einer Akademischen Feier beleuchtete der Mainzer Musikwissenschaftler Professor Dr. Birger Petersen „Die Orgel als gestaltendes Element der Kulturlandschaft“ mit starkem Blick auf die neueren Hanauer Orgeln in den unterschiedlichen Kirchen der Stadt.
Mit der Ehrenurkunde des Bistums Fulda ehrte Weihbischof Diez Matina Jacobs mit der Elisabeth-Medaille und Kantor Dr. Krystian Skoczowski mit der Sturmius-Medaille für außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement zur Förderung des Orgelprojektes..
Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck, Bürgermeister Maximilian Bieri, Stadträtin Isabell Hemsley und Ortsvorsteher Reinhold Schreiber überbrachten die Grüße der Stadt Hanau.
Zur Festmesse des Christkönigssonntags begleitete die neue Orgel einen eigens auf dieses Ereignis hin gegründeten Projektchor aus vielen Kirchorten der neuen Pfarrei St. Klara und Franziskus am Main: „Die Musik kann uns zusammenführen: Hier am Kirchort St. Elisabeth, aber auch im Zusammenklang aller Kirchorte der neuen großen Pfarrei ab Januar 2026! Einzeln sind wir Töne, aber gemeinsam können wir eine schöne harmonische Melodie bilden“, so Dechant Andreas Weber.

Abschluss des zweiten Tags des Triduums bildete die Christkönigsvesper, begleitet von der Schola St. Elisabeth als dritter Gesangsgruppe neben der neuen Orgel.
Einen fulminanten klingenden Höhepunkt brachte am dritten Tag des Triduums das mächtige sehr gut besuchte Orgelkonzert, das beide Instrumente in verschiedenen Orgelkompositionen mit Werken von Palestrina, Bach, Antallffy- Zsiross, Nibelle und Liszt zusammenführte. Regionalkantor Martin Konziella aus Berlin und Sonthofen brachte in unterschiedlichen Klängen beide Instrumente in Harmonie und Dialog zsammen.
Das Triduum klang mit den vielen Besuchern bei einer Begegnung im Elisabethsaal des Pfarrer-Karl-Schönhals-Hauses aus.
Fotos: PM
