Heinz Hunn äußert sich in seinem Leserbrief zum Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans.
Der neue Entwurf des Regionalen Entwicklungsplanes des Regierungspräsidenten sieht eine weitere Bebauung und Versiegelung des Stadtgebietes vor. Die Bebauung lässt weitere Streuobstwiesen, Ackerflächen, Felder verschwinden. Unsere Kläranlage und das Kanalsystem kommen an ihre Grenzen und es bedarf erheblicher Investitionen. Rund um den neuen Friedhof entsteht ein weiteres Baugebiet. Wachsen Neuberg und Erlensee doch zusammen, oder? Neuberg baut ja auch weiter an die Ortsgrenze heran. Dann bekommt die Sanierung der Ravolzhäuserstraße doch noch den Sinn, dass hier ein größerer Kanal reingelegt werden muss. Dann wird doch die Ravolzhäuserstraße wieder zu einer Hauptverkehrsstraße. Dann wird nicht wirklich die Langendiebacher Grundschule entlastet und die neue Kita Fröbelstraße ist kurz über lang voll belegt. Es wird Erlensee von noch weiteren Gewerbegebieten umschlossen. Jetzt fehlt nur noch die Ausdehnung weiter hin nach Langenselbold, samt der Planung der Fusionierung, nur dieses Mal etwas geschickter und mit einer entsprechend ausgerichteter Vorbereitung und Planung.
Ist dies wirklich was wir hier wollen? Wie wird sich das Stadtparlament dazu äußern und werden die Parteien einen entsprechenden Einspruch, eine begründete Stellungnahme gegen diese Pläne abgeben oder werden unsere Stadtverordneten es geschehen lassen, ohne weiteren Einfluss nehmen zu wollen? Kein Schwimmbad, keine Gastronomie, kein Bürgertreff, zu wenig Sporthallen; kein wirklich funktionierendes Einkaufskonzept, kein schlüssiges Verkehrskonzept, aber wachsen, wachsen, wachsen auf Teufel komm raus. Wo soll dies nur hinführen?
Heinz Hunn
Erlensee
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