Angelika Schreyer kritisiert in ihrem Leserbrief die Werbung für langschneidige Messer in Werbeblättchen der Samstagszeitung.
Gerade waren wieder die Werbeblättchen in der Samstagszeitung. Dabei ärgere ich mich sehr, dass langschneidige Messer für jedermann beworben werden. Ach so, es handelt sich um Outdoor- und TrekkingTools… DAS macht natürlich einen Unterschied. Wer kontrolliert denn, ob das der wahre Grund des Kaufes ist? Nicht mal einen Hinweis „Abgabe erst ab 18 Jahre“ gibt es. Klar, kann man sich auch schenken. Kauft es halt ein Freund.
Wird man nicht schon sowieso von Werbung verführt, alles brauchen zu müssen? Verantwortungsbewusste Camper oder Jäger werden sich vielleicht kein 10,-Euro-Buschmesser im Discounter kaufen. Aber ist das nicht zu verlockend für die verirrten Seelen, die sich cool fühlen möchten und andere damit unnötigerweise provozieren? Meiner Meinung nach treibt das die Gewaltspirale nur nach oben. Der Kauf wird so leicht gemacht und der Handel/Hersteller macht damit Geld.
Sollte nicht dort schon mehr Verantwortung übernommen werden? Wir werden in vielen Situationen des Alltags bereits so reglementiert, warum nicht auch hier? Und überhaupt: wenn ich schon Waffenverbotszonen höre, wird mir schlecht. Ist das Messer auf der anderen Seite des Schildes weniger gefährlich? Kriminelle werde ich so nicht zur Einsicht bewegen, sondern nur den Tatort verschieben.
Angelika Schreyer
Erlensee
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