Leserbrief: „Resümee zu den geltenden Richtlinien für die Durchführung des Ganztages im Main- Kinzig- Kreis“

Heinz Hunn zieht in seinem Leserbrief ein Resümee zu den geltenden Richtlinien für die Durchführung des Ganztages im Main-Kinzig-Kreis.


Als klares Ergebnis für die Eltern und vor allem für deren Kindern ist, dass die Aufhebung der Gebührenfreiheit In der Kernzeit des Ganztages für alle Grundschüler im Main-Kinzig-Kreis nur eine unnötige Belastung für den Geldbeutel der Familien eingetreten ist: Unnötig deshalb, dass es nackte Realität geworden ist, dass beide Elternteile arbeiten gehen müssen um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das Leben an sich, Energie, das Wohnen, die Mobilität. Die Kinder brauchen dann die Betreuung rund um den Schulbetrieb und dann kommt der MKK daher und erhebt faktisch ein Schulgeld, damit man arbeiten gehen kann. Und das Ganze jetzt, wo es ein Mangel an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt herrscht.

Familien und deren Kinder, welche es meistens am Dringensten bräuchten, wird mit sehendem Auge ein weiterer Stein in den Weg gerollt, anstatt den Weg in den gleichberechtigten Bildungsanspruch und gleiche Startbedingungen ins Leben der Kinder zu ebnen. Und das Ganze im Angesicht und auf dem Weg zum Recht auf den Ganztag mit Beginn des kommenden Schuljahres. Nicht nur, dass die Gebührenfreiheit weggefallen ist, nein es mussten ja auch noch die Gebühren über alles gesehen für alle noch erhöht werden. Wenn hier der Schulträger und Kreis auf die fehlende Finanzierung von Land und Bund immer wieder verweisen, dann muss hier mal klar und deutlich betont werden, dass es eine kommunale Aufgabe ist, die Schulen entsprechend auszustatten und zu betreiben und dann muss erfolgreich und Beinhart mit der nächst oberen Institution verhandelt werden und es müssen die erforderlichen Prioritäten in der Haushaltsplanung gesetzt und beschlossen werden. Es ist nicht erst seit gestern bekannt, dass der Ganztag entlang unserer Grundschulen erforderlich ist und ab dem kommenden Schuljahr rechtsverbindlich wird und der Lebensrealität geschuldet ist.

Unser Landrat Thorsten Stolz wird nicht müde zu sagen, dass unsere Region wachsen muss und soll, dann gehört es dazu auch, die Ganztagesschulen zu fördern und finanziell richtig auszustatten. Es war auch kein großer Wurf und keine soziale Errungenschaft, die insgesamt 12 Wochen lange Ferienzeit so zu unterteilen, dass Eltern ein ganzes Jahr im Voraus wissen müssen und buchen sollen, wann sie wann in den Ferien was machen werden. Für die Ganztagesträger war es ja nur etwas mehr an Verwaltungsaufwand, für welchen diese keinen finanziellen Ausgleich bekamen.

Für die Kreistagsfraktionen gibt es jetzt die Chance, bei ihrer Haushaltsplanung für das kommende Jahr wieder die Gebührenfreiheit für alle Eltern und den Beitragsfreien Einstieg in das Recht für die Teilnahme an der Ganztagesgrundschule zu gewährleisten und wieder sicher zu stellen. Somit könnte auch sichergestellt werden, dass das mehr an Geld von Land und Bund auch spürbar bei der Bevölkerung entlastend ankommt.

Heinz Hunn
Erlensee

 

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