(ms/ea) – Die bislang größte gemeinsame Einsatzübung der Jugendfeuerwehren im Main-Kinzig-Kreis fand am Samstagvormittag in und rund um die Georg-Büchner-Schule in Erlensee statt. Gemeinsam mit dem DRK und Betreuern waren 337 Kräfte im Einsatz, darunter rund 230 Jugendfeuerwehrleute.
Das Übungsszenario sah vor, dass sich ein Feuer, ausgehend von der PV-Anlage auf dem Dach, in das erste Stockwerk der Schule ausgebreitet und weiter darin ausgedehnt hatte. 40 Personen mussten aus dem vernebelten Gebäude gerettet werden: 20 geschminkte Mimen und 20 Puppen.
Um 11 Uhr wurde alarmiert, 29 Einsatzfahrzeuge aus 12 Kommunen rückten an, besetzt mit dem Feuerwehrnachwuchs von 24 Jugendfeuerwehrabteilungen der beteiligten Kommunen mit ihren Stadtteilen.
Während der Personenrettung wurden der Innenangriff und der Außenangriff von allen Seiten des Schulgebäudes aufgebaut, parallel wurden mittels Riegelstellungen benachbarte Gebäude geschützt.
Impressionen von der Großübung
„Rauch“ aus den Fenstern zeigte den anrückenden Kräften den Ernst der Lage an:

Schnell wurden die Fahrzeuge rund um das Gebäude positioniert und mit den Lösch- und Rettungsarbeiten begonnen:

Das Einsatzgeschehen wurde von begeisterten Führungskräften der Feuerwehr, Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Zuschauern von Klein bis Groß verfolgt:

Innerhalb des Gebäudes herrschten stark vernebelte und somit sehr realistische Einsatzbedingungen:

Im Einsatzleitwagen hatte man alles im Blick. Einen Überblick verschaffte sich auch der Erlenseer Kinderbürgermeister mit der Langenselbolder Drehleiter:


Ein aufgebautes DRK-Zelt diente als Verletzten-Sammelplatz, wo schließlich alle Puppen und Mimen – insgesamt 40 an der Zahl – lebend und mit gekonnt inszenierten schmerzverzerrten Gesichtsausdrücken schließlich ausnahmslos lebend registriert werden konnten:

Nach „Feuer aus“ konnte die Großübung erfolgreich beendet werden.
Vor Ort waren unter den Übungsbeobachtern unter anderem Kreisbeigeordnete Iris Schröder in Vertretung von Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeister Stefan Erb sowie Vertreter des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Vertreter der Jugendfeuerwehren, die beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren der Feuerwehr Erlensee sowie die Wehrführungen der beiden Stadtteile und die Stadtbrand- und Gemeindebrandinspektionen aus Nidderau, Neuberg, Großkrotzenburg, Rodenbach und Hammersbach.
Alle zollten den Jugendfeuerwehrleuten ihren Respekt und lobten die Nachwuchskräfte für das gezeigte Können und das Engagement.
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
