Ingrid und Karl-Heinz Herchenröther feiern Goldene Hochzeit

(ms/ea) – Am heutigen Freitag feiern Ingrid und Karl-Heinz Herchenröther ihre Goldene Hochzeit. Für das Kennenlernen der beiden war eine Faschingsfeier bei Wellert ursächlich, bei der die „Teddies“ auftraten.

Karl-Heinz, ein großer Fan der „Teddies“, reiste extra mit seinem roten Kadett aus Birstein an, um die Band spielen zu hören. Zeitgleich war auch Ingrid auf der Faschingsfeier. Karl-Heinz fiel ihr sofort auf, der alleine an der Theke stand. Obwohl keine begeisterte Tänzerin, nutzte sie die Damenwahl und forderte ihn zum Tanzen auf.

Dass es zwischen den beiden bereits funkte, wurde deutlich, weil er seine Tanzpartnerin im Anschluss suchte, als sie ihre 15-jährige Schwester heimbrachte und danach noch einmal zurückkam. Nach dem Konzert der „Teddies“ verabredete man sich für den folgenden Samstag an der Fallbachbrücke, unweit des Elternhauses von Ingrid. Kurzentschlossen stieg sie in seinen roten Kadett ein, die Fahrt führte in den Spessart und bei Bad Orb machten die beiden Halt im Tanzcafe „Starkasten“, in dem man sich bei einem Fläschchen Wein näher kam. Danach fuhr man wieder zurück nach Langendiebach und verabredete sich erneut.

Der treue Karl-Heinz kam an jedem Wochenende von Birstein gefahren, fuhr Samstagabend wieder heim, um am Sonntag wieder zu kommen. Bis Ingrid’s Mutter Anni dem ein Ende setzte und somit das Fundament einer jahrzehntelangen Liebe legte. Sie veranlasste, dass Karl-Heinz Samstagabend hier übernachten und nicht mehr hin- und herfahren solle.

Da Ingrid mit ihrer Schwester das Zimmer teilte, machte er es sich auf einer Klappcouch im Wohnzimmer gemütlich. Außerdem erwies er sich als guter Erntehelfer bei den Eltern von Ingrid, denn sie hatten einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Schließlich fand im Dezember 1974 die Verlobung statt.

Als im darauffolgenden Sommer Ingrid erkrankte, kam der treue Karl-Heinz täglich zu ihr ins Krankenhaus, um sie zu besuchen. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt fragte sie Karl-Heinz (endlich), ob er sie heiraten möchte, was er natürlich bejahte, noch bevor sie ihre Frage fertiggestellt hatte.

Ingrid‘s Vater Willi – also zukünftiger Schwiegervater von Karl-Heinz – plante sogleich eine größere „Stubb“, schnappte sich den großen Hammer – genannt: „Schlahche“ – und schlug kurzerhand die Wand heraus.

Der Polterabend fand vor dem Elternhaus der Braut statt, zu dem auch Sänger des Birsteiner Gesangvereins kamen. Die standesamtliche Trauung war am 17. Oktober 1975, einen Tag später wurde das Paar von Pfarrer Werner Sönning getraut.

Trotz der größer gewordenen „Stubb“ zog das Paar später in eine Mietwohnung unweit des Elternhauses, eine 4-Zimmer-Wohnung, die damals 260 DM Miete kostete. Danach zogen die zwei in ihr neu gebautes Haus im Langenselbolder Weg, in dem sie heute ihre Goldene Hochzeit feiern gemeinsam mit den beiden Söhnen Andreas und Sebastian, der Schwiegertochter Claudia und der Enkelin Marie sowie Verwandten und Freunden.

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten findet im Garten statt, wenn die Goldene Braut Ingrid mit ihrer Enkelin Marie einen Apfelbaum der Sorte „Ingrid-Marie“ pflanzt. Ein schöneres Zeichen für eine optimistische Zukunft der Herchenröther’schen Generationen und vielleicht auch verbunden mit einem Ausblick auf die Diamantene Hochzeit kann es nicht geben.

 

Foto: Markus Sommerfeld

 

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