(pm/ea) – Die Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS) hat beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) 2025 in Berlin einmal mehr ihre herausragende Stellung im deutschen Schulrudersport unter Beweis gestellt.
Als einzige hessische Schule war die KRS gleich mit drei von vier möglichen Rudermannschaften am Start. In drei von zwölf A-Finals holten die Rehbein-Ruderer den Sieg – und kehrten mit Gold und Silber aus der Bundeshauptstadt zurück. Damit ist die KRS die erfolgreichste Ruderschule Deutschlands.
Die größte Sensation gelang dem Mädchenteam der Wettkampfklasse II (U18). Sie sicherten sich mit zwei klaren Siegen im GIG-Doppelvierer und im Achter sowie einem zweiten Platz im Renndoppelvierer souverän den Bundessieg – und damit das heiß begehrte „Goldene Bärchen“, das Symbol für den ersten Platz bei der größten Schulsportveranstaltung der Welt.
„Nach der enttäuschenden Platzierung im letzten Jahr ist es ein schönes Gefühl, jetzt ganz oben zu stehen. Dass wir das als Team gemeinsam – und dann auch noch im Achter – klarmachen konnten, war ein besonderer Moment für uns alle“, sagt Ellen Bussian, die als U19-WM-Teilnehmerin zu den erfahrensten Athletinnen des Teams zählt. Auch Trainer Nick Stollenmeyer zeigt sich begeistert: „Die Mädels haben sich das über das ganze Schuljahr hinweg erarbeitet – mit viel Einsatz, Leidenschaft und Teamgeist. Dass sie sich gegen so starke Konkurrenz durchsetzen konnten, ist absolut verdient und spricht für die große Leistungsdichte im Team.“
Auch das Jungen-Team der Wettkampfklasse III (U16) lieferte eine starke Vorstellung ab: Mit einer Mischung aus erfahrenen Athleten und Neulingen erkämpfte sich das Team den zweiten Platz in der Gesamtwertung – und damit das silberne Bärchen. Maßgeblich beteiligt waren Leistungsträger wie Max Koch, aktueller Bundessieger im U15-Einer, und Ole Dzieia, Neunter beim Bundesentscheid im Einer. „Für viele Jungs war das der erste große Wettkampf – dass sie gleich so abliefern, macht mich richtig stolz. Diese Mannschaft hat eine phantastische Zukunft vor sich“, lobt Trainerin Celina Grunwald. Ihr Kollege Tim Moormann ergänzt: „Die Jungs haben im Training eine unglaubliche Entwicklung gemacht. Das Silber war absolut verdient.“
Das U18-Jungenteam (WK2) strebte im Vorfeld eine Platzierung im oberen Mittelfeld (Platz fünf bis sieben) an. Doch ein Skullbruch im entscheidenden Renndoppelvierer-Rennen machte diese Hoffnung zunichte. Trotz guter Rennen in den anderen Bootsklassen stand am Ende nur Platz zehn zu Buche.
Mit drei von vier möglichen Ruder-Teams stellte die KRS die hessische Delegation fast im Alleingang. „Dass wir als Schule nicht nur so breit vertreten sind, sondern auch zwei Teams auf das Podium bringen, ist einfach großartig – und zeigt, dass unser Leistungssportkonzept funktioniert“, betont Volker Lechtenberg, Leistungssportkoordinator der KRS und Cheftrainer beim Kooperationsverein Hanauer Ruderclub Hassia.
Lechtenberg weiter: „Das ist keine Eintagsfliege, sondern das Ergebnis jahrelanger und kontinuierlicher Förderung – durch Schule, Verein, Eltern und nicht zuletzt durch die Schülerinnen und Schüler selbst.“ Schulleiter Stephan Rollmann würdigte die Leistungen der jungen Sportlerinnen und Sportler bereits am Wettkampftag per Videobotschaft: „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Teams. Diese Erfolge sind ein starkes Zeichen dafür, dass Leistungssport und Schule bei uns hervorragend miteinander vereinbar sind. Die Karl-Rehbein-Schule bietet mit ihrer Sportförderstruktur ideale Rahmenbedingungen – das zeigt sich heute einmal mehr.“
Foto: KRS