(ms/ea) – Bei einem fiktiven Feuer in der zweiten Etage eines Pflegeheims mussten am Dienstagabend von den Einsatzkräften der Feuerwehr Erlensee unter realistischen Bedingungen acht Personen gerettet und anschließend vom Rettungsdienst versorgt werden.
Gegen 18.30 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Hauses Rosengarten wie vorgesehen aus, nachdem die betroffenen Zimmer in der zweiten Etage vernebelt wurden. Darin befanden sich acht Mitglieder des Mimtrupps vom DRK-Kreisverband Hanau, die nicht nur realistisch geschminkt waren sondern sich auch der Lage angepasst verhielten.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte wurde aufgrund der Lage das Einsatzstichwort erhöht und im Laufe der Übung noch einmal auf MANV 10 (Massenanfall von Verletzten (MANV) mit einer großen Anzahl von Betroffenen (etwa zehn oder mehr Personen), um weitere Kräfte des Rettungsdienstes zu alarmieren.
Nachdem der Schichtleiter des Hauses Rosengarten die ersteintreffenden Kräfte der Feuerwehr über die Lage informiert hatte, gingen drei Trupps unter Atemschutz über das Treppenhaus vor und brachten zunächst einen mobilen Rauchverschluss an, um ein Ausbreiten des Rauches von der zweiten Etage ins Treppenhaus zu verhindern. Danach gingen sie in den verrauchten Bereich, um die dortigen Bewohner zu retten und parallel die Flammen zu bekämpfen.

An der Außenseite wurde die Drehleiter der Feuerwehr Hanau in Stellung gebracht, um die betroffenen Bewohner zu retten.

Letztlich wurde von diesen ein Teil über die Treppe und ein anderer Teil über die Drehleiter gerettet.

Die zum Teil verletzten Personen wurden vom Rettungsdienst erstversorgt und in einem hinter dem Pflegeheim von der örtlichen Einsatzstaffel der Johanniter aufgebauten Zelt weiter behandelt.



Eine Herausforderung waren auch die aufgrund der Rathaus-Baustelleneinrichtung bedingten beengten Platzverhältnisse, die auf der Vorderseite des Gebäudes die bisherige Zufahrt über den Rathausplatz nicht mehr ermöglichen.


Schließlich konnten alle acht vom Mimtrupp dargestellten Bewohner gerettet und das Feuer zeitnah gelöscht werden, so dass die Übungsziele erreicht wurden.
Während der Übung waren auch Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats vor Ort, die von Stadtbrandinspektor Björn Winterhalter über den Ablauf informiert wurden.

Wie die Übungsplaner, Lucas Arndt und Holger Eiring, nach der Übung mitteilten, diene solche Übungen auch dazu, Verbesserungspotential zu erkennen, was in einer Nachbereitung wie üblich geschehen soll. Einen großen Dank sprachen sie allen Beteiligten aus, insbesondere auch dem Haus Rosengarten, dessen Pflege- und Einrichtungsleitung, Jessica Mangold und Jennifer Cappello ebenfalls vor Ort waren. sowie der als Übungsbeobachter fungierten Stadtbrandinspektion der Feuerwehr Nidderau.
Bericht und Fotos: Markus Sommerfeld
