16. ADAC Oldtimerfahrt „Kinzigtal Classic“

(pm/ea) – Am letzten Sonntag startete die ADAC Oldtimerfahrt „Kinzigtal Classic“ zum mittlerweile 16. Mal – in diesem Jahr, wie bereits 2022, von Gut Hühnerhof aus.

Die Veranstaltung war schon seit Langem mit 120 Teilnehmern ausgebucht, doch durch einige kurzfristige Absagen lichtete sich das Starterfeld am Sonntag, sodass letztlich 102 Teams auf die Strecke gingen – oder zu Beginn eher in den Bach. Nachdem die Meldung der ersten Wertungsprüfung kam, dass dort alles Land unter ist, entschied Fahrtleiter Bernd Schneider, den Start um eine Viertelstunde zu verschieben. So hatte der Vorsitzende des Automobilclub Kinzigtal Erlensee e.V. im ADAC, Kurt Oehm, noch einen Moment Zeit, am Start mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, Erlensees Bürgermeister Stefan Erb, sowie weiteren Ehrengästen wie Landrat Thorsten Stolz, Gründaus erstem Beigeordneten Hans Kroth,

Landtagsabgeordnetem Max Schad und René Burkard, Vorstandsmitglied für Motorsport des ADAC Hessen-Thüringen über die heutige Fahrt zu sprechen. Er bedankte sich bei allen für die Unterstützung, dass die Kinzigtal Classic auch in diesem Jahr wieder in gewohnter Weise stattfinden kann. Als Gegenleistung dafür bringt der Verein Oldtimer-Begeisterte aus ganz Deutschland bis in den hintersten Winkel des Main-Kinzig-Kreises und über die Kreisgrenzen hinaus durch die Wetterau und den Vogelsbergkreis. Aber nicht nur die weit angereisten Teilnehmer, sondern auch die aus der näheren Umgebung durften nun im wörtlichen Sinn erfahren, wo Wenings, Mauswinkel oder Klesberg liegen.

Wie in den vergangenen Jahren teilte sich das Starterfeld fast zu gleichen Teilen in sporttouristische Klassen, die die Strecke anhand von Orientierungsaufgaben finden mussten und bei drei Gleichmäßigkeitsprüfungen mit insgesamt neun Zeitmessungen möglichst auf die hundertstel Sekunde genau fahren sollten, und auf der anderen Seite die Oldtimer-Wanderer, bei denen es ein einfaches Bordbuch und auf der Strecke ein paar weniger ernste Aufgaben zu lösen gab.

Gleich nach dem Start im Hühnerhof gab es für die touristischen Klassen die erste Wertungsprüfung. Start der GLP war am Friedhof in Lieblos, und so ging es vorbei an der Kompostierungsanlage bis nach Mittel-Gründau. Nach einer Kontrolle für alle Klassen am Obsthof Mohn in Langenselbold ging es dann schon zur zweiten GLP, dieses Mal für alle Teilnehmer, auf das Testgelände der Honda Akademie in Erlensee.

Nun ging es für die Wanderklassen zu einer Abstandsprüfung nach Ronneburg. 30 cm Abstand zum Bordstein parken war hier gefragt. Während die Touristen weiter die korrekte Strecke zu finden versuchten, ging es für die Wanderer schnurstracks nach Wenings in die Burgstraße zur nächsten Abstandsprüfung. Dieses Mal hieß es: 60 cm vorwärts fahren. Dies erwies sich auf dem Gehöft der Familie Lang offenbar als schwierig, da es keine Anhaltspunkte wie Bordsteine oder Ähnliches gab. Die gemessenen Ergebnisse lagen zwischen 38 cm und 2,60 m – ein beachtlicher Unterschied!

Zur Mittagspause konnten sich die Teilnehmer im Vulkanpark in Nieder-Moos stärken. Die Oldtimer-Wanderer erwartete dann auch gleich eine weitere Aufgabe: Frisbee-Golf. Nach dem Restart um 13:00 Uhr, ebenfalls wie am Morgen im Minutenabstand, ging es wieder zurück, allerdings mit einem kleinen Schlenker über Oberullrichsberg und Klesberg – für die meisten der Teilnehmer wohl das erste Mal, dass sie durch die zwei kleinen Örtchen kamen. Für die Wanderer wartete dann noch ein kleiner Kaffee-Stop in der Feuerwehrscheune in Unter-Sotzbach, wohl einem der kleinsten Feuerwehrmuseen Deutschlands. Süren Reifschneider präsentierte stolz die große Sammlung an technischem Gerät der Feuerwehr, die er im Laufe der Jahre zusammengetragen hat.

In Leisenwald teilte sich das Feld abermals. Während die Oldtimer-Wanderer auf dem Gelände des Leisenwalder Heiratsmarktes noch eine Schätzaufgabe zu erledigen hatten, bevor es zum Ziel Hühnerhof ging, war Schätzen bei den Sporttouristen nicht gefragt. Dass die Wege rund um Leisenwald nicht nur gut für Bestzeiten, wie bei der Main-Kinzig-Rallye, geeignet sind, zeigte sich bei der letzten Wertungsprüfung. Noch einmal mussten drei Lichtschranken in genauer Zeit durchfahren werden, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 18 km/h berechnet war, um der neuen Nutzung des Weges als Radweg gerecht zu werden.

Am Ende des Tages, nach einer Stärkung in der Gutsschänke, wurden dann die Sieger gekürt.

In der Wanderer-Klasse siegte das Team Mathias und Sybille Ammersbach (Mömbris) vor Dr. Lutz und Petra Horn (Hanau) sowie Hartmut und Ute Franke (Pohlheim). Bei den Youngtimern, d.h. Fahrzeuge von 1996-2005 siegten im Oldtimer-Wandern Uwe und Patrizia Hofmann (Blankenbach), bei der sporttouristischen Wertung Hans Peter und Elke Nees (Neuberg). Der Gesamtsieg bei den sporttouristischen Klassen ging an Andreas Zuhnemer und Max Buchert (Aglasterhausen) auf einem Renault 5 Alpine Turbo vor Manfred Naumer und Elke Buchert (Haßloch) sowie Wolfgang und Monika Bastl (Weissbach). Mit null Fehlern bei der Orientierung und 40 Hundertstelsekunden bei insgesamt neun Zeitnahmen hatte das Siegerteam wieder einmal die Nase ganz weit vorne.

Zum Abschluss bedankten sich Kurt Oehm und Bernd Schneider herzlich bei allen Teilnehmern, Sponsoren und den über 60 freiwilligen Helfern – ohne deren Einsatz wäre die Durchführung der Veranstaltung nicht möglich gewesen.

 

Auf den Fotos: Impressionen am Start der Gleichmäßigkeitsprüfung bei der Honda Akademie

Fotos: PM

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