(pm/ea) – Das war haarscharf und hätte schlimm enden können: Die Polizeiautobahnstation Südosthessen hat am Donnerstag einen LKW-Fahrer gestoppt, der kurz zuvor im vierspurigen Bereich der Autobahnen 45 und 66 ein gefährliches Fahrmanöver unternommen hatte.
Gegen den 51-Jährigen wird nun wegen Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung strafrechtlich ermittelt. Als Fahrer eines 12-Tonnen-LKW war der aus dem Landkreis Offenbach stammende Mann gegen 18 Uhr zwischen dem Langenselbolder Dreieck und dem Hanauer Kreuz unterwegs. Vor ihm stockte beziehungsweise staute sich der Verkehr aufgrund eines Pannenfahrzeugs, das durch eine Streife der Autobahnpolizei abgesichert wurde. Der ganz rechte Fahrstreifen wurde daher gesperrt, was auch auf der LED-Anzeige der Schilderbrücken mit rotem „X“ angezeigt wurde. Das hielt den 51-Jährigen ganz offensichtlich jedoch nicht davon ab, die Spur weiter zu benutzen und rechts an der Fahrzeugschlange vorbeizufahren. Erst unmittelbar vor der abgesicherten Stelle und dem Streifenwagen wechselte er im letzten Moment nach links, wobei er auch noch beschleunigt haben soll, so die Angaben der Beamten, die – nach kurzem Schreckmoment – umgehend die Verfolgung des weiterfahrenden Brummis veranlassten.
Kurz darauf konnte der 51-Jährige gestoppt und seine Personalien erhoben werden. Seine Zeit, die er zuvor womöglich gewonnen hatte, verlor er dabei wieder.