Bürgermeisterkandidat Jürgen Pfeiffer (AfD) im Erlensee Aktuell-Interview

Die Reihe der Interviews zur Bürgermeisterwahl am 28. September 2025 in Erlensee wird heute mit Bürgermeisterkandidat Jürgen Pfeiffer (AfD) abgeschlossen.

Über welche Themen machen sich Ihrer Einschätzung nach derzeit die Bürgerinnen und Bürger von Erlensee am meisten Sorgen, bezogen auf Erlensee?

Das Hallenbad beschäftigt die Einwohner sehr stark. Auch über das frühere Postgebäude wurde sich über dessen Zustand massiv beschwert.

Ich war in den letzten 6 Wochen in Erlensee „undercover“ unterwegs und bin mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen, die mir ihre Sorgen und Nöte schilderten. Darunter fällt auch die hohe Steuerbelastung, was sowohl für die Grundsteuer als auch die Gewerbesteuer gilt.

Auch wurde sich über den Stillstand der letzten Jahre beschwert, im Gewerbegebiet passierte nichts. Dies ist angesichts der Lage von Erlensee am Selbolder Dreieck, in der Nähe von Frankfurt und Hanau überhaupt nicht nachvollziehbar.

Außerdem wurde sich darüber beschwert, dass keine großen Feste mehr stattfinden, was wohl auch an hohen Security-Gebühren liegen soll.

 

Wie wollen Sie die Sorgen mildern oder beseitigen?

Ich stehe mit drei Investoren in Kontakt, die unter einem AfD-Bürgermeister rund 480 Arbeitsplätze neu schaffen würden und dadurch Erlensee von mehr Steuereinnahmen profitieren würde.

Die Wiedereröffnung des Hallenbads sehe ich für 2027 als realistisch an. Ich habe von einem Gutachter die bisherigen Aussagen überprüfen lassen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die bisher veröffentlichten Kosten als viel zu hoch anzusehen sind. Das Hallenbad soll in den Händen der Stadt bleiben.

Ich werde mich für ein regelmäßiges Fest der Kulturen einsetzen unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und gemeinsam mit einem Erlenseer Sicherheitsunternehmen ein Sicherheitskonzept ausarbeiten lassen.

Beim Rathaus werde ich einen kurzfristigen Baustopp durchsetzen und die Kosten hinsichtlich eines Neubaus prüfen lassen, der im Industriegebiet entstehen soll.

 

Gibt es noch Hoffnung für das Hallenbad? Wenn nicht, was sollte dann mit dem Grundstück geschehen?

Sobald der vorgesehene Rundgang mit einem Gutachter erfolgt ist, werde ich darüber informieren. Die Frage nach „wenn nicht“ entfällt, da ich von einer Wiedereröffnung fest ausgehe.

 

Was fehlt Ihrer Meinung nach in Erlensee?

Tante-Emma-Läden, Start-ups und ein Jugendzentrum, hierzu wurde ich mehrfach von Jugendlichen angesprochen.

 

Thema „Verkehrskonzept“: Die Vorfahrtsregelungen in der Langendiebacher Straße, die zukünftige Einbahnstraßen-Regelung in der Friedrich-Ebert-Straße sind zwei von zahlreichen Themen, die oft kritisiert werden. Wie stehen Sie dazu und wo sehen Sie Handlungsoptionen?

Als erstes werde ich die Baustellen zügig abarbeiten lassen und die Bürger nach ihren Wünschen fragen. Unter Beachtung der Zuständigkeiten werde ich unmittelbar Kontakt mit Hessen Mobil aufnehmen.

 

Wie beurteilen Sie die Kriminalitätsbelastung? In Erlensee und in Bruchköbel sind die bisherigen Polizeiposten weggefallen, das Polizeipräsidium Südosthessen hat eine neue Sicherheitsstruktur geschaffen. Bürgermeisterin Sylvia Braun kritisierte kürzlich bei einer Veranstaltung in Bruchköbel, dass Hanau mit seinem neuen Polizeirevier als Leuchtturm wahrgenommen werde, man solle aber die Region im Schatten des Leuchtturms nicht vernachlässigen. Was sagen Sie dazu?

Auf jeden Fall muss der Polizeiposten wieder im Rathaus untergebracht werden. Das ist für eine 16000 Einwohner zählende Stadt das Mindeste.

 

Zitat: „Erlensee hat keine Innenstadt“ – Was sagen Sie dazu?

Statt des Rathauses werde ich dort Kleingewerbe, Einzelhandel und Gastronomie ansiedeln. Auch werde ich die Stadtbegrünung voranbringen und mich um dort leerstehende Immobilien kümmern.

 

Der Einzelhandel ist auf dem Rückzug. Wo sehen Sie Möglichkeiten, hier Verbesserungen herbeizuführen? Wie sieht Ihr Konzept bezüglich Wirtschaftsförderung aus?

Für Start-up-Unternehmen werde ich in den ersten zwei Jahren nach deren Gründung die Steuer aussetzen. Die Stadt wird sich gerade hier unterstützend zeigen, auch beim Beantragen von KfW-Krediten.

 

Kommen wir um weitere Steuererhöhungen herum?

Ja, durch die bereits angesprochenen neuen Investoren.

 

Was würden Sie im Falle Ihrer Wahl als erstes anpacken?

Als erstes stelle ich die drei Investoren der Öffentlichkeit vor, die rund 480 neue Arbeitsplätze schaffen werden.

 

Was zeichnet besonders Sie aus oder anders ausgedrückt: Warum sollen die Wählerinnen und Wähler gerade Sie wählen?

Ich habe mich 2017 entschieden nach dem Chaos der Merkel-Politik, mich politisch zu engagieren. Vorher war ich wegen meines Gewerbes zeitlich zu stark gebunden. Ich wurde damals von einem jahrelangen SPD-Mitglied ermuntert, an einem AfD-Stammtisch teilzunehmen und habe dort viel Positives erlebt.

Ich bin jetzt 62 Jahre alt, habe jahrelang Erfahrungen gesammelt, auch durch den Kontakt mit vielen Wirtschaftsunternehmen einen großen Wissensschatz aufgebaut. Seit 7 Jahren unterstütze ich die AfD-Main-Kinzig, habe viele politischen Kontakte in die Landeshauptstadt Wiesbaden und möchte jetzt beweisen, dass auch ein AfD-Bürgermeister in Zeiten leerer Kassen etwas bewirken kann.

 

(Die Fragen stellte Markus Sommerfeld)

 

 

 

 

 

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