Tief und schnell über Erlensee hinweg

(ms/ea) – Viele bemerkten am Dienstagnachmittag das Geräusch eines Düsenjägers, konnten jedoch nicht mehr feststellen, um welches Fluggerät es sich handelte, da nach weinigen Sekunden nichts mehr zu sehen war. Erlensee Aktuell hat beim Luftfahrtamt der Bundeswehr nachgefragt.

Wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr gegenüber Erlensee Aktuell mitteilte, zeigte die Auswertung der Radardaten vom 19. August 2025 den Überflug eines TORNADO am ostwärtigen Ortsrand von Erlensee um 15.13 Uhr Ortszeit. Dieser sei in einer Höhe von 585 Fuß (178m über Grund) mit einer Geschwindigkeit von 422 Knoten (ca. 781 km/h) geflogen. Gestartet und gelandet sei der Tornado in Nörvenich, es habe sich um einen normalen Trainingsflug gehandelt.

Grundsätzlich sei militärischer Flugbetrieb überall in Deutschland zulässig und nicht an bestimmte Streckenführungen gebunden, um diese Flugbewegungen möglichst gleichmäßig über den gesamten Luftraum der Bundesrepublik zu verteilen. Die dabei einzuhaltende Mindesthöhe für Kampfflugzeuge betrage 500 Fuß (ca. 150 m) über Grund. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sei für Kampfflugzeuge eine Mindesthöhe von 2.000 Fuß (ca. 600 m) über Grund einzuhalten. Selbstverständlich werde dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen. Aber die dicht besiedelte Bundesrepublik setze diesem Vorhaben neben den gesetzlichen und flugbetrieblichen Regelungen enge Grenzen. Die Planungen für die Vorgänge im Rahmen von Übungsflügen oder sonstigen Flugbewegungen obliegen den fliegenden Verbänden. Hierbei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel aktuelle Witterungsverhältnisse oder die jeweilige Verfügbarkeit von Personal und Material.

Foto: Luftwaffe

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