Herzliches Willkommen für neu angekommene Ukraine-Flüchtlinge in Erlensee

(pm/ea) – Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee mischte sich mit dem süßen Aroma von selbst gebackenem Kuchen. Stimmen summten durch den Raum, leises Lachen und erste vorsichtige Gespräche füllten die gemütlich hergerichteten Räumlichkeiten des alten Kindergartens.

Hier, fernab von Amtsgängen und Formularen, ging es an diesem Nachmittag um das, was zählt: Menschen willkommen zu heißen, die in unserer Stadt einen Neuanfang wagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Erlenseer Stadtverwaltung.

Die Organisation und Durchführung der gesamten Veranstaltung lag vollständig in den Händen von Anna Ganz, engagierte Mitarbeiterin der Abteilung Familie und Soziales, Fachbereich Flüchtlingshilfe. Der Ausländerbeirat war ebenfalls zu Gast: Vorsitzender Ali El-Fadghan und sein Kollege Jürgen Lang nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und betonten ihre Rolle als Ansprechpartner für Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Gäste, ukrainische Familien, die erst vor kurzem in Erlensee angekommen waren, nutzten die Gelegenheit, ihre Sorgen, Hoffnungen und Fragen zu teilen. Es ging um Schule, Arbeit, den Alltag – und darum, ein Gefühl von Geborgenheit und Normalität in der neuen Umgebung zu finden, auch wenn man weit von zu Hause entfernt ist.

Auch Bürgermeister Stefan Erb kam vorbei. Ohne großen Auftritt, aber mit einem Lächeln, das sofort Nähe herstellte. Alle Anwesenden freuten sich sehr, dass er sich Zeit nahm, einfach einmal da zu sein. Er begrüßte jeden Gast persönlich, hörte zu, antwortete, machte Mut. „Man braucht keine Angst vor der Zukunft zu haben – wir helfen unseren Bürgerinnen und Bürgern“, sagte er, und man spürte, dass dies nicht nur eine Floskel war.

Für viele der Anwesenden war es ein Moment, in dem sie nicht nur als Geflüchtete, sondern als zukünftige Nachbarn, Kolleginnen, Freunde gesehen wurden. Der Nachmittag endete nicht mit einem Händedruck, sondern mit einer Vereinbarung: Solche Treffen wird es künftig regelmäßig geben. Damit aus Fremden Freunde werden – und aus Ankommen ein Zuhause.

In einer Stadt, in der bald wieder gewählt wird, zeigte dieser Tag, dass Bürgernähe nicht auf dem Wahlzettel steht, sondern im Herzen beginnt.

Foto: PM

 

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